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Bernd

Traum:
[...] Kürzlich habe ich ja meinen bisherigen Arbeitsplatz verlassen und verspüre – fast etwas unerwartet – doch eine Lücke in meinem Leben…

Rechts am Straßenrand sind zwei rollierende großflächige Werbeflächen. Hintergrundfarbe: freundliches Grau [Hexcode für Herrn B&M: #D3D3D3]. Am oberen Rand einer erklärende Schlagzeile, darunter ein paar Sätze, die ständig aktualisiert werden und beschreiben, was an meinem früheren Arbeitsplatz gerade geschieht. Stets im Mittelpunkt der Aussagen mein ehemaliger Kollege Bernd, der – soweit ich mich erinnere – eine leitende Position innehat. Auf dem rechten Plakat wird in diesem Moment die Aussage einer neuen Kollegin zitiert. Gleichzeitig wird ein großes Bild von ihr eingeblendet. Sie hat hellblonde Haare, die glatt bis auf die Schultern fallen. Ihre Unterhaltung mit Bernd – die immer wieder von ihrem hellen Lachen unterbrochen wird – ist unterhalb der Schlagzeile zu lesen. Inzwischen zeigt das Bild sie schaukelnd. Sie sitzt auf einer Zirkuschaukel, die ihren Ursprung ganz weit oben in einer hohen Kuppel haben muss, die sich außerhalb meines Blickfeldes befindet.

Also echt… ich spüre nun wirklich Bedauern, nicht mehr dazu zu gehören. Mit dem Bernd habe ich mich auch immer gut verstanden – er ist so ein ruhiger und ernsthafter Typ, der mich immer wieder mit geistreichem Humor überraschte. Ja, das fehlt mir. Eigentlich nervt mich, dass er sich nun so gut mit dieser Blonden versteht und mich offensichtlich gar nicht zu vermissen scheint.

Edit: Gestern irgendwie vergessen, dass der Traum ja noch weiterging… Und zwar so:
Direkt vor mir auf dem Weg ein weiteres Plakat. In dem Augenblick, da ich meinen Blick zu diesem wende, wird mir bewusst, dass ich für so eine großflächige Werbung kein Geld habe. Ich bin einfach nicht in der Lage, derartige große Flächen zu gestalten. Mir fehlen auch die zündenden Ideen. Beispielsweise das Filmchen, das gerade auf dem Plakat abläuft:
Ein Mann kommt auf rollenden Füßen daher, geht in die Knie, beugt den Oberkörper weit nach hinten zurück, um sich flach genug zu legen, um unter die unterste Stufe einer mitten im Raum stehenden Metalltreppe durch zu flitzen. Die Stufen sind mit schwarz gummierten Trittflächen ausgelegt, um Ausrutscher zu verhindern. Wie ein Wunder gelingt es dem Mann tatsächlich unter der Stufe hindurch zu rollen – was er mit einer sportlich lässigen Bewegung und mit Zahnpastalächeln macht. Auf der anderen Seite angekommen, löst sich sein Körper in Bewegungsunschärfe auf.

Genau so etwas meinte ich!! So geht das nämlich! Die Werbebotschaft ganz klug in dieser unverständlichen Szene verborgen. Das muss man erst einmal hinkriegen! Ganz vage ist mir bewusst, dass ich den Sinn und Zweck dieses Filmchens nicht begreifen konnte, dennoch denke ich, dass es etwas ganz besonders Tolles sein muss, da es ja von Professionellen gestaltet wurde.

Notiz:
Bernd? Da fällt mir nur Bernd, das Brot ein. Ich hatte nie einen Kollegen namens Bernd. Ich könnte mich noch nicht einmal erinnern, einen Bernd zu kennen, der Ähnlichkeiten mit diesem Traumbernd hätte…

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