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Bücherlieferung in Stadt am Steilhang

Traum:
Wir fahren mit unserem Auto durch die Nacht. Mike sitzt am Steuer. Der schmale Fahrweg windet sich in einer engen Spirale abwärts. Hinter uns liegt der höchste Punkt der alten Stadt. Rechts von uns die Steilwand, an die sich die Stadt schmiegt. Wir sind auf dem Weg zu einem auf halber Höhe liegenden Plateau, wo es einen Parkplatz zum Innehalten gibt. Der Weg führt extrem steil hinab. Die Baumkronen streifen ständig die Windschutzscheibe. Die grünen Blätter – sie erinnern an Feldsalat – verhindern ununterbrochen die Sicht auf die Straße. Auch das Scheinwerferlicht wird vom Grün aufgefangen, so dass die wenigen kleinen Durchblicke in völligem Dunkel bleiben.

Nichtsdestotrotz fährt Mike zügig voran. In mir wächst die Anspannung und irgendwann breche ich mein Schweigen: „Sollten wir nicht langsamer fahren? Angenommen… ein breiter Riss klafft im Fahrweg… oder Passanten stehen mitten auf der Fahrbahn… oder eine Blockade, durch einen Unfall ausgelöst… wir habe keine Chance zu reagieren… dann wäre alles zu spät.“ Mike fährt unbeeindruckt im gleichen Tempo weiter.

Wir legen eine Pause ein und ich gehe das Stückchen zu Fuß hinab zu einer Haltebucht am Hang, die im Dunkel der Mitternacht liegt. Dort treffe ich auf den Fahrer eines Paketdienstes, der seinen Lieferwagen hier parkt. Er spreche ihn an, denn er ist damit beauftragt, die Lieferung weiter oben, genau dort abzugeben, wo wir zur Zeit parken. Zwei Wege führen dorthin:

  • der steile spiralförmige Weg, auf dem Mike und ich unterwegs sind
  • und ein sanft hinaufführender Umweg

Mich interessiert nun, welchen Weg wohl der Lieferant nimmt, der sich ja mit den Wegen gut auskennt. Er sagt, aus Sicherheitsgründen würde er selbstverständlich den Umweg nehmen, denn alles andere wäre zu gefährlich. Aha, das finde ich doch sehr vernünftig!

Als ich dort oben in der Stadt ankomme, ist es heller Tag. Auf einer kleinen Wiese sind einige Zelte und Buden aufgebaut. Anfangs halte ich das große Zelt für einen Kiosk und gehe drauf zu, um mir dort einige Knabbereien für unterwegs zu kaufen. Doch als ich es umrundet und einen kleinen Einblick gewonnen habe, erkenne ich, dass es gar kein Kiosk ist. Dort gibt es Bienenwachskerzen, Wachsplatten, Honig, Schaffelle und ähnliches Zeug. Das entspricht nicht dem, was ich gerade brauche. So kehre ich zurück zum Ausgang, wo der bekannte ältere Herr steht und mir zuvorkommend das Tor öffnet. Das ist nett. Beim Heraustreten fliegt leider eine Wespe mit, die ich gerade innerhalb bemerkte. Ich versuche, sie wieder loszuwerden – sie soll da drinnen bleiben. Während ich mich nun entferne, denke ich anfangs, dass mich die Wespe noch verfolgt, Aber nein.

Die Lieferung ist angekommen!! Die Mitarbeiterinnen der Kita sitzen um einen Küchentisch herum. Im Raum verteilt die großen Bücherkartons – alle offen. Ein Teil der bestellten Bücher liegt auf dem Tisch. Die Frauen schmökern mit vor Eifer geröteten Wangen in den Sach- und Lehrbüchern. Eine der Frauen sagt begeistert: „Das ist alles so spannend und interessant! Lassen Sie sich doch bitte die Bücher von dem Lieferanten ins Haus bringen! Dann können wir noch so lange darin lesen, bis der Lieferant sie abholt – bitte!“

Der Anblick der begeisterten Frauen, deren Augen glänzen, das kerzenscheinerne Licht, der Duft der neuen Bücher und der Pappkartons… das alles hat so etwas Feierliches…
Klar, so machen wir das! Und ich sage: „Das ist doch eine gute Idee! Ich nehme die Bücher nicht gleich mit, so haben wir alle etwas davon. Wunderbar!“

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2 Antworten zu Bücherlieferung in Stadt am Steilhang

  1. Päckchen auszupacken ist immer noch ein wunderbares Gefühl.
    Hat was von Überraschung (obwohl man ja oft weiss, was drin ist) und Weihnachten
    und beschenktwerden, obwohl man es ja bezahlt…

  2. REPLY:
    Wie schön, dass Sie das auch so erleben. Da konnten Sie sich gut in diese Traumszene hineinversetzen – ich fühle mich verstanden.
    Gleich mehrere solcher großen Kartons mit tollen Büchern geliefert zu bekommen, das ist für mich wirklich ein Traum! Äh… ach so ja, habe es fast vergessen, das war ja auch ein Traum. ;-)