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Verfolgt! – Der Film

Traum:
Ein Hafengebiet am Rande der Stadt. Leer stehende Fabrikgebäude. Breite Fahrspuren im orangegelben Licht einiger Laternen… keine Autos, keine Passanten. Meine Schritte hallen durch das Dunkel der Nacht… Hinter der nächsten Gebäudeecke erreiche ich den Fußgängerübergang. Im Schein einer Gaslampe warte ich darauf, dass die Ampel auf Grün umschaltet.

Ja, ich hatte inzwischen bemerkt, dass mir ein Mann folgt. In diesem Augenblick tritt er um die Ecke und damit ins Licht. Er lehnt sich an den Pfahl eines Verkehrsschildes und schaut mich an. Er trägt einen Trenchcoat, Schuhe aus feinem Leder, seine Augen sind schwarz, die Haut hat einen leicht gelben Stich. Vermutlich ein Italiener. Soso… er will mich also weiterhin verfolgen. Da fällt mir etwas ein, und ehe ich mich versehe, gehe ich mit wenigen Schritten entschlossen auf ihn zu, packe mit beiden Händen seine Schultern und blicke ihm fest in die Augen. Lächelnd und von Herzen freundlich, aber doch mit entschiedener Stimme: „Ich möchte das nicht! Hören Sie? Ich möchte das nicht!!“

Ich wundere mich über mich selbst, finde es gleichzeitig ganz richtig, mich so zu verhalten. Schließlich möchte ich kein Opfer sein, also muss ich mich tatkräftig zeigen. Das Gefühl der Entschlossenheit und Geradlinigkeit lassen keinen Raum für Furcht und Angst. Das fühlt sich total gut an.

Der Mann antwortet mit einem kurzen Murren. Unter meinen Fingern spüre ich seine nachlassende Muskelanspannung. Ein Zeichen, dass er sich fügen wird – eindeutig. So lasse ich von ihm ab, stelle mich wieder an die Ampel. Genau in dem Moment, da die Ampel von Rot auf Grün umspringt, bemerke ich den Sinneswandel des Verfolgers, der sofort auf mich zu springt. Ehe ich mich versehe, hält er mein Gesicht zwischen seinen Händen; so, dass ich ihm in die Augen schauen muss. Dazu sagt er: „Wenn Sie das dürfen, dann darf ich das auch!“ Natürlich hat er Recht, wenn ich mir das Recht nehme, ihn an-zu-greifen, dann darf auch er mich an-greifen. Und es fühlt sich richtig gut an. Seine Hände sind ganz warm. Er hält mein Gesicht fest, aber doch zärtlich. Und er hat eine sehr melodische Stimme, die direkt in mein Herz klingt. Außerdem mag ich Männer, die sich fest entschlossen zeigen. Verblüfft und angenehm überrumpelt lache ich los… Hey ja, er hat gewonnen – okay! Gerne gebe ich meine Einwilligung!

Abrupter Szenenwechsel – vermutlich liegt ein kleiner Zeitraum zwischen dem Ereignis und meiner gegenwärtigen Situation. Ich stehe noch/wieder an der Ampel. Ein Regisseur stellt sich zu mir, an meine linke Seite und erklärt etwas: Ich hatte ein Bild erstellt. Dieses ist auf meiner Website zu finden und wurde in der Zwischenzeit mit einem Film hinterlegt, der direkt hier abgespielt werden kann. Klick! Aha, von dieser Funktion wusste ich noch gar nichts – interessant. Der Film geht los und bald bemerke ich, dass der Filter, den ich auf das Bild angewendet hatte, auf den ganzen Film einwirkt – Tontrennung und Kantenbetonung. Anfangs spüre ich etwas Bedauern, aber dann finde ich es doch ganz gut.

Der Film zeigt die Situation mit dem Verfolger an der Ampel. Gespannt warte ich auf die Szene, wo der Verfolger unerwartet auf mich zu geht. „Gleich kommt es!“ erkläre ich dem Freund an meiner Seite. Er wird das sicher ähnlich lustig finden wie ich. Doch in dem Augenblick, da die Szene kommen müsste, finde ich mich mit einem Male auf der gegenüber liegenden Seite des Fußgängerübergangs wieder. Offenbar wurde diese Szene mit einer anders positionierten Kamera aufgenommen. Die Szene an der Ampel rückt also in den Hintergrund. Außerdem läuft nun eine sprechende, fast menschengroße weiße Maus ins Bild und kommentiert mit ihrer mickrigen Stimme die Lage. Schade, die mir so wichtige, weil lustige Szene gerät dabei völlig ins Abseits.

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