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Vincis Verzicht aufs sonntägliche Beten

Traum vom 6. Mai 2006

Sonniger Sommermorgen am Hang vom Hörenberg. Oben sitzend schaue ich zu, was an diesem herrlichen Morgen geschieht.

Die Nachbarn haben ihre Gärten für die Pflanzzeit vorbereitet und ich bin etwas traurig, dass es mir nicht möglich ist, da ich keinen richtigen eigenen Garten habe. Da wäre zwar ein Bereich, aber der Boden wurde nie bepflanzt und ist inzwischen fest und verwurzelt. Ich würde ihn gerne auflockern, sehe aber keine Möglichkeit, weil mir das Gerät fehlt. Da kommt Vinci und beginnt entschlossen mit einem Vertikal-Vertikutierer – ein mehrfacher Bohrer – zu arbeiten. Nah beieinander bohrt er auflockernde tiefe Kreise in den Boden. Den gesamten Bereich am Hang entlang – genau dort, wo ich mir einen Garten wünsche! Ganz oben, auf unserem kleinen Sitzplatz arbeitet er weiter. Dort sind ein paar Rohre aus Zement im Erdboden verblieben, in denen sich die Erde durch den Witterungseinfluss gefestigt hatte. Mit dem starken Gerät, das genau in diese Rohre passt, ist alles ruckzuck aufgelockert und vorbereitet. Es beschämt mich, mit welcher Selbstverständlichkeit und mit welchem Einsatz er mir diesen Wunsch erfüllte, ohne dass ich ihn je geäußert hätte.

Zum Schluss kommt er her und fragt, ob ich heute – es ist Sonntagmorgen – mit zum Beten gegangen sei. Das bin ich nicht, denn nach dem Ausschlafen habe ich mich gleich in die morgenwarme Sonne gesetzt. Vinci ergänzt, dass er auf das heutige Beten verzichtet habe, weil er eine unansehnliche Blase an der Unterlippe habe. Ja, das sehe ich jetzt auch. Eine gallertartige klare Flüssigkeit mit schwärzlicher Färbung scheint darin enthalten zu sein. Vinci meint, dass er nicht wisse, ob die Mitmenschen dies abstoßend finden. Deshalb habe er heute auf das Beten verzichtet. Das kann ich zwar verstehen, aber ich finde, das wäre nicht nötig gewesen, da es auf mich nicht abstoßend wirkt.

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