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Strickereien

Traum:
Es hat sich bereits eine Schlange vor dem alten Holztresen gebildet. Die mütterliche Arbeiterin dahinter nimmt derzeit nur Anträge entgegen. Sie sortiert also all die empfangenen Wollstrick-Oberteile, die die Menschen in der Warteschlange nach und nach bei ihr abgeben, sorgfältig in eine Ablage hinter ihrem Rücken. Die Stapel reichen hoch und bald wird alles gefüllt sein. Das gibt dem Raum etwas Gemütliches und Gedämpftes – die Wolle ist fast zu riechen. Etliche warten noch vor mir. Jetzt wird es aber Zeit, dass jemand zur Hilfe herbei kommt und damit beginnt, die Woll-Oberteile sortiert an die Wartenden herauszugeben, damit wieder Platz für die Anträge entsteht.

Ich überlege, dass ich es machen könnte, sobald ich meinen Antrag abgegeben habe. Nur habe ich keine Lust darauf, etwas durcheinander zu bringen, was den ganzen Ablauf nur unnötig verkomplizieren würde. Angenommen, ich packe die Tüten nicht richtig, oder gebe jemanden die falsche Tüte mit – bis das dann wieder in Ordnung käme. Nein, ich lasse das besser bleiben.

Ich drehe mich um. Oh, hinter mir steht Christa?! „Nanu, ich dachte, Du stehst vor mir!?“ Oder war es der Geweyhte, den ich vor mir stehend angenommen hatte? Jedenfalls habe ich mich geirrt – na sowas… Links von uns ein paar Schultische. Wir nutzen die Wartezeit und betrachten eine Reihe von Aufnahmen, die ich kürzlich gemacht habe. Sie werden als Diashow vorgeführt. Die Bilder leuchten. Ich klicke mich durch… Eine Reihe von Bildern zeigen ein ähnliches Motiv. Johann steht vor einem modernisierten Bauernhaus im Rusch. Er wechselt mehrfach seinen Standpunkt und seine Haltung – vermutlich im Bewusstsein, fotografiert zu werden und einen guten Eindruck machen zu wollen. Margot sitzt im Haus. Ihr geht es gut.

Dann ist Christa an der Reihe, klickt sich durch die Fotos, um sich einige der Aufnahmen zu bestellen. Erst dadurch fällt mir auf, dass ich dieses Haus wirklich sehr oft fotografiert habe. Für Christa ist das Motiv nicht von Interesse und so muss sie erst einmal durch diese sie langweilenden Aufnahmen hindurch. Einen Moment lang ist es mir unangenehm. Naja, sie kann dann ja ihre Auswahl treffen.

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