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Liebesperlen

Traum:
Ein Mann – Anfang Vierzig, freundlich und liebevoll – und ich knien auf dem Fußboden. Er hat das Holzkästchen mit den Liebesperlen ausgeschüttet. Es sind Perlen aus klarem, königblau gefärbtem Glas mit einem dunklen Kernchen in der Mitte. Sie sehen aus wie blaue Johannisbeeren. Teils sind die Perlen auf einen Faden gezogen, in weiten und losen Abständen, und werden so aufbewahrt. Sie werden erst bei Bedarf und je nach Wunsch in einer Reihe aufgefädelt. Weiter liegen einige abgebrochene Aststücke dabei. Der Mann hält fragend einen davon hoch. „Nein, das hat doch ein ziemlich scharfkantiges und splittriges Ende!“ Damit würde ich mir unweigerlich innere Verletzungen zufügen. Das nächste Aststück ist schon besser. Am abgeschliffenen Ende ist auch die häufige Verwendung zu erkennen. Doch leider ist, ganz neuerdings, von diesem schönen rundlichen Ende ein Teil abgebrochen, so dass ich auch dazu mit dem Kopf schüttele.

Nun hält er endlich das Richtige in den Händen! Ich verspüre leichte Ungeduld und Vorfreude… Es sind vier von diesen blauen Perlen auf einen blauen Faden aus Pflanzenfasern gezogen. An einem Ende verknotet, am anderen Ende hat Mike einmal den Faden zu einigen Schlaufen verhäkelt, damit das Teil besser gehandhabt werden kann. Es ist eine sehr ordentliche Arbeit, denn alle Schlaufen sind gleich groß, ähneln ein wenig Kettengliedern. Mir gefällt das sehr, denn diese Pflanzenfaserschnur fühlt sich sehr angenehm an. Gerade beginnt der Mann damit, die erste Schlaufe zu lösen. „STOPP! Das möchte ich nicht!“ Schließlich hat Mike es voller Liebe für uns hergestellt. Mir gefällt es auch, so wie es ist!

Dieser Mann hier hat aber die Möglichkeit ein neues Liebesperlenband für uns herstellen. Material ist genug vorhanden.

Notiz:
Auch wenn es Liebesperlen sind, so erinnern sie mich dennoch an ein Lesezeichen.

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