Home » Traumtagebuch » Viel Wasser im Waschkeller

Viel Wasser im Waschkeller

Traum:
Nach einer längeren Reise verlasse ich ein öffentliches Verkehrsmittel und finde mich an einem unbekannten Ort wieder. Es ist wie neu; so neu, als geschähe dies alles erst in der Zukunft.

Eine nordisch anmutende Wohnsiedlung, angelegt in amerikanischem Stil. Wilma steht neben einem der Häuser und winkt mir vergnügt zu: „Willst Du mal sehen, wo ich gerade wohne?“ Sie schaut erholt und entspannt aus. Klar, will ich sehen, wo sie wohnt.

Das Haus gehört einer älteren Dame, die für einige Zeit auf Reisen ist. Sie und Wilma kennen sich nicht. Und sie weiß auch nicht, dass Wilma vorübergehend in ihrer Wohnung lebt. Das soll sie auch nicht wissen. Von daher will Wilma sehr darauf achten, keine Spuren zu hinterlassen, damit sie keinen Ärger mit der alten Dame bekommt. Zögernd trete ich ein… und sage zu Wilma: „Da musst Du alles sauber hinterlassen!“ „Jaja“ winkt sie ganz sorglos ab.

Auf der Ablage eines Küchenschranks fällt mir etwas ins Auge: ein Eierbecher aus feinem Porzellan, gefüllt mir kleinem Krimskram – kleine Stäbchen, ein einfacher Gummiring baumelt vom Stiel eines dunkel beschlagenen, silbernen Teelöffels, dessen Stiel einem Rosenstiel nachempfunden ist. Des weiteren steckt noch eine Zündholzschachtel dazwischen. Das wundert mich sehr – es ist so unerwartet. Denn ist es nicht so, dass diese alten Damen oft sehr großen Wert auf Sauberkeit und Ordnung legen? Die Wohnung hier schaut jedenfalls danach aus. Und trotzdem diese Kleinodien an Unordnung, so als fehle diesen Dinge ihre Heimat. Ein solcher Anblick behagt mir nicht. Ja, es stört mich – sehr. Ich hätte das lieber anders!

An Wilma gerichtet: „Du musst am Ende alle Flächen abwischen, die Du hier genutzt hast! Ich schaue jetzt mal in den Keller.

Dort unten im Waschraum… „Oha“ rufe ich zu Wilma hinauf „Du musst hier dringend aufwischen!“ Eine Waschmaschine rackert sich hier ab. Sie wirbelt und walkt die Wäsche mit tüchtigen Trommeldrehungen; so resolut, dass es die ganze Maschine schüttelt. Sie arbeitet so kräftig und entschlossen, dass das Wasser durch die rückwärtige Gerätewand herausdrückt. Sogar aus den Seitenwänden tropft es. Der Boden ist nass. Nah neben der Waschmaschine steht mein Kühlschrank. Ein Blick in das Eisfach… oh, ganz schön zugeeist. Mit zwei oder drei kraftvollen Griffen befreie ich das Eisfach von der kalten Schicht. Dadurch taut es spontan auf und nimmt Körpertemperatur an. Wow, so schnell! Eieiei, das ganze Tauwasser nun am Boden… Zum Glück besteht der Kellerfußboden aus einem Gitter, so dass das Wasser gleich in den Unterkeller abfließen kann.

Die Kellereingangstür. Vor der Türschwelle eine mit Wasser gefüllte Grube. Moina will hineinkommen, bemerkt die tiefe Wassergrube nicht. Noch während ich sie warne, plumpst sie hinein und beginnt zu sinken. Mit einem beherzten Griff packe ich sie an ihrer orangegelben Giraffenbluse, ziehe sie aus dem Wasser und lege sie an meine rechte Seite. Dabei fällt mir meine Brille ins Wasser. Mit der noch freien linken Hand kann ich sie rechtzeitig greifen, setze sie wassertriefend auf, um gleich wieder die Hände frei zu haben. Erstaunlich, wie mir jede meiner Handlungen auf Anhieb gelingt – das hatte ich nicht erwartet.

Tags: