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Die Vorahnung des Busfahrers

Traum:
Fahrt mit einem Reisebus. Sitzplatz im mittleren Bereich; linke Seite, rechter Platz. Irgendwann – Straße der Kindheit, Basispunkt – erklärt der Busfahrer, dass wir vorsichtig fahren müssen, da wenige Kilometer weiter einige Krankenwagen auf der Fahrbahn stehen. Tatsächlich sind die Fahrzeuge in der Ferne zu erahnen – die Straße führt, entgegen der Realität, schnurgeradeaus.

Als der Streckenabschnitt mit den Krankenwagen naht, erklärt der Busfahrer, dass er einen Krankenwagen für sich bestellt habe, denn immer wieder höre man davon, dass jemand während der Fahrt einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleidet. Er als Busfahrer trage schließlich die Verantwortung für seine Fahrgäste und möchte deshalb kein Risiko eingehen und sich deshalb von den Sanitätern durchchecken lassen.

Der Bus rollt langsam aus. Dort vorne die Krankenwagen auf der Fahrbahn. Mit einem Male biegt sich der Körper des Busfahrers unter einem heftigen Krampf, wie ein Flitzebogen! Sein Kopf fällt überstreckt nach hinten über die Kopfstütze, sein Gesicht ist schmerzverzerrt! Oh mein Gott, vermutlich ein Herzinfarkt! Mir fallen seine weichen fülligen schlohweißen Haare auf, der weiße Fünftagebart und die dichte schlohweiße Brustbehaarung. Ganz kurz kommt mir das Bild eines Lammfells.

Meine ganze Bewunderung gilt diesem Busfahrer! Es ist doch total erstaunlich… – er muss geahnt haben, was geschehen wird. Und obwohl er es ahnte, machte er heute seine Fahrt. Ganz gelassen und souverän hat er die Sache in die Hand genommen und alle notwendigen Vorbereitungen getroffen. Ich finde es bemerkenswert, wie sachlich er mit diesem Thema umgegangen ist.

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