Home » Traumtagebuch » Die Liebe, die Liebe…

Die Liebe, die Liebe…

Traum:
Ein inniges Gespräch mit Valerian. Wieder mal geht es um die unerwiderte Liebe. Wortreich erzählt er mir, welche Gefühle er seiner Herzdame entgegenbringt und wie viel Verständnis er für ihre an sich unverständlichen Reaktionen hat, da er so gut um ihre Probleme weiß. Dennoch ist ihm nicht nachvollziehbar, warum sie einfach nicht bemerkt, wie viel Gefühle, wie viel Liebe er ihr gibt! Ich wiederhole mich – ungern, aber seine Ausführungen, zig mal wiederholt, fordern mich geradezu heraus und ich sage: „Sie kennt nur sexualisierte Liebesbezeugungen, hat nie anderes in ihrem Leben erfahren. Deshalb erkennt sie Deine allumfassende Liebe nicht. Für sie ist es, als existiere diese gar nicht.“

Wieder beginnt er wortreich zu erzählen, wie viel und welcher Art sein Verständnis und Mitgefühl für sie ist und…
Ich unterbreche ihn: „Lass doch mal Dein Verständnis für einige Augenblicke sein und gehe mit der Aufmerksamkeit zu Dir. Wie fühlt sich das für Dich an, dass Deine Liebe keine Erwiderung findet? Wie fühlst Du dich damit, mit Deinen Gefühlen nicht gesehen zu werden?“
Mein Eindruck ist nämlich, dass er sich mit all den verständnisvollen Gedanken – die ihn zudem ehrenwert erscheinen lassen – erfolgreich von seinem eigenen tiefen Schmerz ablenkt.

Tags:

8 Antworten zu Die Liebe, die Liebe…

  1. Viel schmerzhafter als nicht geliebt zu werden ist die Vorstellung daran, jene Person die man begehrt, liebe einen anderen als dich selbst. Noch schmerzhafter, wenn diese Vorstellung zur qualvoll peinigenden Tatsache wird.
    Es sind jene Gedanken, die dich nicht schlafen lassen, niemals ruhen, denn schlaf und ruhe sind verschiedene Dinge. Es sind jene Qualen die dich niemals vergessen, niemals verdrängen lässt. Die dir noch dein gequältestes Lächeln gefrieren und den letzten Funken Hoffnung raubt. Nicht geliebt zu werden bedeutet auch, ganz im Gegenteil zu letzteren, im Traum der Zeit zu leben. Noch dem Wahn der Hoffnung verfallen zu sein. Die Möglichkeit, noch eher die Wahrscheinlichkeit, eines Morgens ohne Horror aus dem Bett zu müssen, noch Wahrscheinlicher: Sich auf den Tag zu freuen. Also bedeutet nicht Geliebt zu werden die Chance, jemanden zu treffen der dies aus ganzen Herzen macht.

  2. REPLY:
    Das kann ich, teils aus vergangener eigener Erfahrung heraus, nachempfinden. Allerdings richtet sich in solchen Situationen meine Hoffnung mehr auf das Leben im Allgemeinen und weniger auf die geliebte Person. Zumindest war dies das, was ich immer anstrebte, auch wenn es mir anfangs nicht gelang. Ich bin einfach nicht bereit, unnötig lange zu leiden.

  3. REPLY:
    … genau das meinte ich damit :)))))

  4. REPLY:
    Ah gut, mit dem Wissen - gestern war mir die Kernaussage nämlich nicht ganz klar geworden - kann ich das nun besser einordnen. :-)

  5. REPLY:
    okay, war vieleicht nicht ganz einfach … ;-)

    aber noch was zu: Ich bin einfach nicht bereit, unnötig lange zu leiden.

    HAT MAN DEN EINE WAHL????

  6. REPLY:
    Das ist eine gute Frage, auf die es sicherlich viele Antworten gibt. Je nachdem, von welchem Standpunkt aus betrachtet.
    Ich werde mal eine Nacht darüber träumen (vielleicht), aber zumindest darüber schlafen müssen, ehe ich mehr dazu schreibe. ;-)

  7. REPLY:
    aus meiner Sicht gibts nur eine Antwort darauf … NEIN …

    also ich habs leider überhaupt nicht unter kontrolle.

    Na ja, trotzdem … träum gut :-)))))

  8. REPLY:
    Es ist und bleibt eine Frage, über die man unendlich lange philosophieren könnte… – die einzig wahre und richtige Antwort darauf kenne ich leider nicht. Um aber dennoch etwas einzubringen, möchte ich mich auf einen Aspekt des Liebesleids beschränken: Wie gehe ich damit um? Da habe ich zumindest die Wahl, passiv darin zu versinken oder aktiv etwas dafür zu tun, mein Leben erfreulich zu gestalten. (Damit meine ich nun keinesfalls, den Schmerz zu verdrängen; der ihm gebührende Gefühlsraum sollte ihm schon zustehen.)

    Oh danke, ja, ich habe gut geträumt. Ich habe einen Tritt in den A…llerwertesten bekommen. :-)