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Kein Plan und viel frisches Saatgut

Traum:
Ein weitläufiger, öffentlicher Raum – überwiegend furnierweiß anmutend – der langsam die Schienen entlangrollt. Wie angekündigt, und – obwohl ich nichts davon ahnte – auch wie erwartet, trifft der Käpt’n im Laufe der Stunden ein. Wir sind zu einem Treffen verabredet; jedenfalls ließ er mich wissen, dass ich zum verabredeten Zeitpunkt unbedingt an diesem Ort sein soll, weil er mich sehen will.

Er kehrt also ein, zu dem Treffen kommt es jedoch nicht! Ich bekam ihn nicht einmal zu Gesicht. Vermutlich hat er zwischenzeitlich das Interesse daran verloren. Ich bin enttäuscht und registriere, dass es mir einen Stich versetzt. Ich hatte echt nicht damit gerechnet, hier und jetzt versetzt zu werden! Ja, ich hatte mir extra Mühe bei der Auswahl meiner Klamotten gegeben und trage einen Catsuit aus biederem Doppelripp – gedämpft waldgrüne Wollkleidung mit jenen typischen Knötchen, wie sie häufig auf altem Strick zu finden sind – in dem ich mich total wohlig und warm fühle; so richtig gut und unverkleidet. Na ja, das war wohl für die Katz’.

Ein kleines Tal am Rande dieser Welt. Gemeinsam mit einer Handvoll anderer Menschen suche ich einen Weg aus diesem Tal hinaus. Das Gelände ist anspruchsvoll; runde sandige Felsen… im ersten Augenblick denke ich, gerade diese könnten meinen Füßen beim Aufstieg Halt geben. Aber wenn ich es dann angehe, stellt sich jedes Mal heraus: der Weg ist nicht begehbar, da er einen immer wieder zurückwirft oder nicht von der Stelle kommen lässt. Mag sein, dass auch ein wenig hineinspielt, dass ich einfach keinen Plan habe, wie ich den Weg angehen soll. Manche Wege wirken auch richtig gefährlich, obwohl das Gelände an sich völlig ungefährlich wirkt.

Doch irgendwann… haben wir alle unseren Weg gefunden und gelangen zum jenseits des Tales gelegenen Gartenbaubetrieb – etwas ausgefallenes Angebot, ziemlich öko anmutend. Toll, heute findet hier eine Aktion statt! An uns wird Saatgut verteilt! Dazu pullen wir mit den Fingern die Kerne aus dem Fleisch fruchtig reifer Tomaten, die uns regelrecht zufallen und ganz praktisch in einer Momentaufnahme in bequemer Höhe greifbar bleiben. Ich erhalte gleich zwei Hände voll dicksaftige Brombeeren, deren Kerne ich später in die Erde legen kann. Oh wow, ich bekomme viel mehr, als eingangs angekündigt wurde! Ich fühle mich total beschenkt und muss erst einmal überlegen, wie ich das transportieren soll, schließlich bin ich nicht darauf vorbereitet! Für die Brombeeren findet sich schnell ein Frischhaltetütchen. So lege ich alles in meine Korbtasche, bin aber etwas besorgt, weil die empfindlichen Früchte zermatscht werden könnten. Wieder erlebe ich die Situation als etwas umständlich und führe das darauf zurück, dass ich wieder keinen Plan zu dieser unerwarteten Angelegenheit habe.

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