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Spiel im Musikerladen

Traum:
In einem Tonstudio und Musikerladen; etwas abgefahrenes Ambiente mit sympathisch freakigen Typen um die Dreißig, die Schirmmützen aus altmodischen Wollstoffen tragen. Der Laden gleicht mehr einer Werkstatt – dunkles Schmieröl im Arbeitsbereich zeugt von emsigen Aktivitäten. Die Typen verrichten hier nicht einfach einen Job, sondern sie sind voller Leidenschaft am Werk!

Auf der abgewetzten Holzarbeitsplatte vor mir steht ein Keyboard. Zu Anfang hatte mir einer der Männer ein paar Dinge erklärt, woraufhin ich ganz versunken für mich allein probierte und nach und nach die Funktion einiger Tasten erfuhr. Ja, es ist eine Freude, durch das Tun zu lernen! Zudem ist es viel effektiver, als passiv einer Vorführung zu folgen. Jedoch kommt nun erneut einer der Musiker, um mir die Bedeutung und Funktion der Tasten zu vermitteln. Er betätigt eine Taste, die sich daraufhin wie ein Deckel öffnet. Ich kann so den darunterliegenden Inhalt betrachten, den der Typ gerade in Worte fasst. In mir ist Ungeduld! Ich will den freundlichen Musiker aber auch nicht verprellen und sage verhalten, meinen Unmut verbergend: „Ich würde so gerne alleine weitermachen! Falls ich nicht weiter weiß, würde ich Sie allerdings gerne um Rat fragen!“

Nach einem Augenblick entsteht eine kleine Spielerei in der Musikwerkstatt. Ein mittelgroßer Hund mit herrlich wuscheligem Fell wird hochgeworfen. Niemand darf ihn richtig auffangen und festhalten, sondern er muss immer wieder mit den Handflächen in die Höhe befördert werden; so will es die unausgesprochene Spielregel. Jeder versucht, den Hund auf beschriebene Weise möglichst lange bei sich zu halten. Irgendwann spiele ich mit, und recht schnell gelangt der Hund in meine Hände. Immer wieder und wieder werfe ich ihn in die Höhe. Irgendwann übernimmt ihn ein anderer Spieler.

Ein zweiter Versuch, einem Spieler den Hund wieder abzufangen. Dieser Spieler, vermutlich ein NLP-Neuling, fiel mir gleich zu Beginn durch sein zurückhaltendes Wesen auf. Ich finde ihn sehr sympathisch, auch wenn er kaum spricht. Es ist einfach, ihm den Hund abluchsen, allerdings habe ich das Gefühl, dass der NLP-Spieler kaum um den Hund gekämpft hat. Mir fällt es leicht, den Hund nach den Regeln zu halten. Doch schon bald spüre ich, wie sehr dem anderen Spieler der Verlust des Hundes schmerzt. Unmerklich spiele ich ihm den Hund wieder zu, so dass es für ihn eine Leichtigkeit ist, ihn erneut zu gewinnen, ohne dass er merkt, dass ich nachgeholfen habe. Bei der Übergabe des Hundes, drücke ich dem NLP-Spieler zwei Küsse hintereinander auf die Wange. Seine Haut fühlt sich warm und angenehm unter meinen Lippen an.

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