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Tartare!

Traum:
[...] In einem kleinen fensterlosen Nebenraum. Der Verrückt-Geschäftsführer und ich arbeiten emsig, Hand in Hand, es läuft wie am Schnürchen. Er steht vor einem runden Stehtisch und beginnt mit der Abfüllung edler Spirituosen. Deren Destillation haben wir nämlich gerade abgeschlossen. Es sind unterschiedliche Flaschen aus weißem Klarglas mit Korkverschluss; alle eher klein, vielleicht zwischen 200 ml und 330 ml Füllmenge. Manche sind bauchig mit schlankem Hals, andere ähneln von der Form her typischen Saftflaschen.

Ich greife einige der Flaschen, die mit unterschiedlichen Spirituosen gefüllt sind, um sie hinüber in den Hauptraum zu tragen, wo ich sie in einem Schrank verwahren will. Ich mache mich auf den Weg, aber auf halber Strecke scheint es einen ungreifbaren Widerstand zu geben, der mich zur Umkehr veranlasst, ohne dass es mir so recht bewusst wäre. Erst als ich wieder im Nebenraum ankomme, stelle ich verwirrt fest, dass ich alle oder einen Teil der Flaschen wieder zurückgetragen habe. Es ist mir unangenehm und ich möchte nicht, dass der Geschäftsführer es merkt. Deshalb stelle ich die Flaschen mit einer lautlosen Bewegung auf den Boden, vor den Fuß des Stehtisches. Der Geschäftsführer reicht mir eine Flasche mit quadratischer Bauchform, die mit einem Rautenmuster verziert ist. Sie ist mit einer campariroten Flüssigkeit gefüllt. Während er die Flasche abstellt, verschüttet er einen Teil der Flüssigkeit. Dabei fällt ins Auge, wie bemerkenswert klar diese rote Flüssigkeit ist.

Spaßeshalber tadele ich den Geschäftsführer: „Na na, sie verschütten ja wertvolles Gut!“ Gleichzeitig kommt mir die Idee – und die fühlt sich richtig und gut an – einen Teil der gefüllten Flaschen, gleich hier im Raum – in der Gesprächs-Nische – im Wandregal zu deponieren. Mehrmals hatte ich miterlebt, dass während Verkaufsgespräche mit Kunden oder während Verhandlungen mit Geschäftspartnern, Getränke aus eben diesem Regal angeboten wurden. Ich weiß also, wie gerne ein Schluck angeboten und wie dankbar er angenommen wird.

Mit einem etwas theatralisch ausgerufenen „Tartare!“ stelle ich also die Fläschchen dort ab.

Der Geschäftsführer schaut grinsend her und meint amüsiert: „Das hört sich ja an, als ekeltest Du dich davor?!“

„Nee nee, so ist das ja auch nicht!“

Notiz:
Im Traum steht „Tartare“ für Tatar. Zumindest meine ich damit dieses „Katzenfutter“. Erst im Wachzustand fragte ich mich: Was habe ich denn da gesagt, und was habe ich damit gemeint?

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