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Antikes Untergrundkarussell

Traum:
Mit Moina an der Hand betrete ich das Gebäude mit den Praxisräumen meiner Frauenärztin. Der Empfangsbereich ist großzügig, führt zu noch anderen Sprechzimmern. Ich habe einen Termin, muss aber noch ein Weilchen warten. So betreten wir zum Zeitvertreib einen angrenzenden Raum, in dem es recht turbulent zugeht. Um was es geht, erkenne ich erst, als Moina und ich schon zugestiegen sind! Es ist ein altes Karussell: quadratische Grundfläche, Holzdielenboden, altes Gestühl mit verblichenen Polstern. Oh, es ist wieder dieses irre Karussell, das die Fahrgäste wild hinauf und umher wirbelt! Das lassen wir mal lieber sein! Ich ziehe Moina mit zurück. Wir verlassen den Raum und betreten ihn von gegenüberliegender Seite erneut, um das Geschehen unbeteiligt zu beobachten. Ich spüre etwas unter meinen Füßen… Noch ehe ich es einordnen kann, trete ich schnell zurück und nehme Moina dabei mit. Das war im allerletzten Moment! Denn nun hebt sich vor unseren Augen der Boden! Mächtige Greifarme aus Holz, durch Scharniere gelenkig gemacht, greifen aus dem dunklen Untergrund hinauf und heben das Karussell, also den Fußboden an. Es knarrt laut und dumpf, als sich diese alte Konstruktion in Bewegung setzt. Atemberaubt registriere ich, wie die Vergangenheit wirkt… Das Holz ist sichtlich alt, das Messing der Scharniere stumpf und fleckig, das Gestühl riecht nach Urgroßmutterzeiten. Und dennoch funktioniert alles reibungslos! Zutiefst entschlossen und geschmiert wuchten die Arme aus dem tiefen Dunkel das Fahrgeschäft empor. Betroffen schaue ich dem Wirken zu und begreife… begreife etwas, das ich nicht in Worte zu fassen vermag. Eine Mischung aus Faszination und leis’ und langsam anwachsendem Grauen(?).

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2 Antworten zu Antikes Untergrundkarussell

  1. zuckerwattewolkenmond

    finde ich.

  2. REPLY:
    Da hast Du die Stimmung gut nachempfunden!