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Seltsame Phänomene mit jungem Liebenden

Traum:
Ich war einer Einladung meiner Schauspielerfreunde gefolgt und verbrachte mit ihnen schöne gemeinsame Stunden. Sie alle tragen Kostüme, als kämen sie aus einem modernen Märchen. Gerade die Kostümierung lässt sie mir so vertraut erscheinen, so als kannte ich sie gar nicht anders. Jetzt, zum Ende hin, sind die Älteren hinzugekommen; vielleicht um mich auf meinem weiteren Weg zu begleiten. Sie lächeln abwartend. Ich erinnere mich an ihre Vorbehalte gegenüber Schauspielern. Vermutlich wundern sie sich, mich mit diesen befreundet zu finden.

Wie auch immer, es ist die Zeit des Abschieds gekommen. Alle stehen beisammen im Hausflur und schauen mich voller Liebe und Wohlwollen an. Einer der Schauspieler – er trägt übrigens einen breitkrempigen, hoch und spitz zulaufenden Schamanenhut – gibt mir mit sanfter Stimme etwas mit auf den Weg: „Deine Fingernägel könntest Du noch stärker zum Ausdruck bringen!“

Veronika, die ausgebildete Schauspielerin und ich verlassen das Haus. Nach einigen Schritten halte ich inne, drehe mich nochmals zu meinen alten Freunden um. Lachend fahre ich meine krallenförmig geformten Finger aus und fauche kätzisch: „Mit meeeeinen… Fingerrrrrrnääägeln….“ Veronika macht es ebenso. Erstaunt registriere ich jedoch, dass ich das mindestens so ausdrucksstark wie sie darstelle. Ja, vielleicht sogar noch ausdrucksstärker als sie. Doch im gleichen Moment verspüre ich wieder Überdruss bei diesem ständigen Bewerten und Vergleichen. So lasse ich davon ab und los. Woraufhin sich unbändige Freude in mir Bahn bricht und mich laut über dieses ganze Theater lachen lässt.

'Präluzide Liebe' von Traumzeit

Ich setze den Weg fort. An meiner Seite ein junger Mann, mit dem ich mich liebevoll verbunden fühle, obwohl wir uns bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal begegnen. Es dauert nicht lang, da haben wir den Raum erreicht, den wir anstrebten um uns beide dort zu sammeln. In diesem Raum ist ein weiterer Mann an unserer Seite – spontan fällt mir der Name Abraham ein. Ohne jede Aufdringlichkeit steht er direkt bei uns; einfach wohlwollende Präsenz, die wir wahrnehmen ohne einen Gedanken daran zu verschwendeten.

Der junge Mann und ich umarmen uns innig, streicheln und küssen uns immer wieder. Ja, inzwischen vereinigen wir uns bereits. Ich bemerke es erst jetzt an dem herrlich warmen Gefühl im Schoß, das sich immer weiter ausdehnt. Ein bemerkenswerter junger Mann, der einen großen spitz zulaufenden Hut trägt und so wie einem Märchenfilm entstiegen wirkt. Ich fühle mich total aufgehoben und geliebt.

Zufällig streift mein Blick die Aussicht, die sich links durch ein paar Fenster bietet. Mir stockt der Atem… – kaum zu glauben, was ich dort sehe. So schärfe ich den Blick, sehe viel klarer und: es ist tatsächlich so, wie ich schon anfangs sah! Leise mache ich den Liebenden darauf aufmerksam: „Der Himmel ist voller Gesteinsbrocken… Ich hielt sie anfangs für Wolken, aber… sieh!“ Etwas bedrückt überlege ich, dass es sich um erkaltete Sterne handeln könnte. Womöglich stürzt das All auf uns herab? Der Liebende schaut mir tief in die Augen. Es ist wie ein Verschmelzen.

Mit sanfter Stimme macht er mich auf etwas aufmerksam: „Was Du so… siehst… ?“

Ach so… damit will er andeuten, es ist nur meine Sichtweise? Und somit kein Garant für realistische Wahrnehmung. Oder will er damit gar sagen, dass ich mir meine Welt allein durch meine Sichtweise gestalte? Erneut blicke ich aus dem Fenster. Es zeigt sich ein unverändertes Bild: vor nachtblauem Hintergrund schweben die eindeutig gemalten Gesteinsbrocken wie stillstehende Wolken. Die Gesteinsbrocken bewegen sich also nicht… dann geht auch keine große Gefahr von ihnen aus. Was sich nicht bewegt, kann auch nicht herunterfallen. So gesehen… eine faszinierende Sache. Der Stillstand ist es, der die Angst verschwinden lässt.

Dankbar wende ich mich dem Geliebten zu, streichele wieder und wieder zärtlich sein feines Gesicht. Abraham nickt lächelnd, wartet einen Moment und sagt: „Du liebst ihn… Sag es ihm!“

Der Geliebte und ich halten inne… schauen uns tief, immer tiefer in die Augen… die Glücksfunken sprühen. Ich spüre Liebe… seine… meine… es ist unsere Liebe, sie macht keinen Unterschied. Es ist nicht nötig, die Liebe in Worte zu fassen, denn ich bin sicher, er spürt es so wie ich. Das Gesicht des Geliebten hellt sich auf und unsere Augen sprechen wortlos. Ein breites Lächeln nun in seinem Gesicht und voller Freude haucht er: „… Liebe… ja.! Lächeln und Freude auch bei mir.

Wieder streift mein Blick die Aussicht links aus den Fenstern. Der Himmel zeigt sich verändert! Nicht mehr nachtblau und voller Gesteinsbrocken, sondern Türkis mit weißen Kristallen! Auch wieder wie gemalt. Es ist etwas heiterer geworden, aber wirklich beruhigend ist eine gemalte Momentaufnahme nicht, wenn sie die Realität darstellt!

Die Stöße meines Geliebten werden heftiger. Erst jetzt kommt unserer Vereinigung eine spürbar triebhafte Komponente hinzu. Ich greife seine nackten wohlgeformten Pobacken und spüre sehr überrascht seinen bemerkenswert geschmeidig-schlanken Körper mit den ausgeprägt schwungvollen Körperlinien. Nie sah oder spürte ich einen derart geschmeidigen Körper… Es ist fast unwirklich?

Und wieder geht mein Blick hinaus aus den Fenstern… Uih, ich sehe etwas, das mir bisher entgangen war. Draußen liegt eine geradezu märchenhafte Landschaft! Eine weit geschwungene Meeresbucht im Mondschein. Überall liegen nackte, wohlgeformte Menschen. Welch ein ästhetischer Anblick! Runde Pobacken… pralle Brüste… ein weich geschwungener Venushügel… Körper von vollendeter Schönheit… … Erst jetzt, beim zweiten Blick, erkenne ich Wundersames: Dort liegen gar keine Menschen in der Bucht! Die Natur hat mich genarrt! Es sind rundliche Steine, die sich zu diesen Körpern formieren. Mein Geliebter und ich treiben dem Höhepunkt entgegen. Ich strecke meine linke Hand aus dem Fenster, hinaus in die Bucht und lege sie auf einen Venushügel. Mit massierendem Streicheln lasse ich meine Hand darüber gleiten. Ganz plötzlich kommt mir die unangenehme Idee, dass ich den Höhepunkt verpassen könnte… – doch das Streicheln des Venushügels kann ja durchaus inspirierend wirken… … …

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Magritte – Schloss in den Pyrenäen

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2 Antworten zu Seltsame Phänomene mit jungem Liebenden

  1. Besonders faszinierend an diesem Traum ist, wie Sie am Ende Ihre Hand aus der Hauptszenerie in die Standszene hinüberstrecken – dass das möglich ist! Diese ständige Wandelbarkeit von Bild, Raum, Sinn – traumhaft eben!
    Liebe Grüße
    B&M

  2. REPLY:
    Ja, und in einer solchen Traumsituation sollte ich doch eigentlich aufmerken und im Traum aufwachen! Doch war es mir im Traum nicht einmal bewusst, dass so etwas im Wachleben unmöglich ist.
    Ihnen gute Träume!