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Kreiselnder Schwimmkohl mit roten Blüten

Traum:
Noch ziemlich in Eile – es war ein ereignisreicher Tag und ich scheine innerlich noch nicht mitbekommen zu haben, dass alle Aufgaben für heute erledigt sind – rausche ich in die Praxis meines früheren Frauenarztes. Freitag, später Nachmittag; Geschäftigkeit der Angestellten, die noch vor dem nahenden Feierabend alles erledigen wollen. Ich bin schon einige Schritte am Empfangstresen vorbei, als mir bewusst wird, dass es nicht sein kann, dass ich wirklich hierher wollte! Erstens habe ich keinen Termin, zweitens habe ich keine Beschwerden, drittens ist das hier ein ziemlich abwegiger Ort. Das ist mir etwas unangenehm und ich hoffe, die Damen bemerken meine Anwesenheit gar nicht. Ehe ich jedoch ganz unauffällig wieder hinausschleiche, kann ich ja schnell noch die Gelegenheit nutzen und den Waschraum aufsuchen. Der liegt auch günstig, nämlich in einer kleinen Nische, die vom Empfangstresen her nicht einzusehen ist. Die Spannung fällt von mir ab, als ich den „toten Winkel“ – zumindest vom Tresen aus betrachtet – erreicht habe. So verlangsame ich nun auch die Schritte. Hey, was liegt denn da am Boden?! Ein Bündel langstieliger Rosen mit trockenen dunkelroten Blütenblättern! Ich vermute, die Sprechstundenhilfe reinigte die sanitäre Anlage und entfernte dabei auch das Verblühte. Sicherlich legte sie es hier nur ab, um es gleich zu entsorgen. Oder… einen Moment lang kommt es mir so vor, als habe ich selbst die trocknenden Rosen dort hingelegt. Aber eigentlich kann das ja nicht sein, oder? Naja, sicherlich erscheint es mir so, weil ich wieder die Zeitstufen durcheinander bringe.

'Rote Kohlblumen' von Traumzeit Ich öffne die Tür zum Waschraum. Ein quadratischer Raum, mit qualitativ hochwertigen Installationen. Gediegen, zeitlos, und doch modern. Ja, und vor allem behaglich. Das aber nur nebenher, denn mich erwartet eine große Überraschung: eine ausufernde, heimisch-exotische Pflanze schmückt den Raum. Ausgreifend die langen kräftigen Stiele, die wie mit Flaum überzogen sind und kräftig rote Blüten tragen. Die Blüten ähneln von Form und Größe her geöffneten Fäusten, wobei die Blütenblätter ganz zart und fedrig am Saum wirken. Noch bemerkenswerter ist allerdings der Pflanzenkörper, der – einem Kohlkopf ähnelnd – wie eine Seerose in einer Wasserschale schwimmt, und aus dessen Mitte die Stängel entspringen. Die Blüten greifen rund um sich Raum, weit. Sie behindern den Weg zur Toilette, weswegen ich eine Blüte leicht beiseite schiebe. Aber oje, was habe ich damit in Bewegung gebracht! Der Kohlkopf wippt, taumelt, tanzt und kreiselt im Wasser, die Blüten schwingen sanft mit. Er beruhigt sich ja gar nicht mehr! Vorsichtig versuche ich ihn wieder in die Mitte zu bringen und vor allem wieder in seinen ruhigen Zustand, doch es will mir nicht gelingen! Oje, ich muss das hinkriegen, vorher kann ich hier nicht raus!

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