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Wurzeln und Geburtskasten

Traum:
Stunde um Stunde verbrachte ich diese Nacht damit, den Kompost herzurichten. Quälend, mühselig das Umschaufeln der verschiedenen Schichten; das optimale Vermischen, um einen guten Gärprozess zu gewährleisten. In den frühen Morgenstunden ist es endlich vollbracht.

Später, in einem klinischen Gebäude, treffe ich auf Carola. Sie hat, so wie ich, ein Baby bekommen. Allerdings brachte sie es vor einigen Tagen zur Welt, während ich in dieser Nacht niederkam. Sie beschließt, nach Hause zu gehen. Oh ja, das würde ich auch gerne machen. Aber dann fällt mir ein, dass auch sie ein paar Tage hiergeblieben ist. Ich will es ihr gleich tun; es ist wohl vernünftiger.

Mike und ich bekommen die Gelegenheit geboten, den Geburtvorgang noch einmal zu betrachten. Wir stehen in einem weiß gefliesten Raum, vielleicht ein Labor. Von einer Schiene herabhängend, fahren nach und nach kleine Wurzelstöcke vorbei. Alle haben diesen zarten Wurzeln, doch die Anzahl an farbigen Strohhalmen ist bei jedem anders. Mal mehr, mal weniger. Auch die Ausrichtung der Strohhalme ist ganz bewusst gewählt worden. Es ist ja vor Augen zu führen, dass diese Wurzelobjekte speziell für die einzelnen Geburtsphasen erstellt wurden, und somit eine bestimmte Funktion zu erfüllen hatten. Je nach Bedarf.

Zu guter Letzt erscheint etwas, das mich in Erstaunen versetzt:
Der Geburtskasten
Dieser hängt an einem computergesteuerten Hebearm und wird zum Beginn der Austreibungphase direkt vor den Mutterschoß gefahren und nimmt das Kind in sich auf. Sonderbar… so sieht man das Neugeborene ja erst einmal gar nicht… Niemand kann sehen, ob mit dem Kind alles in Ordnung ist.

Aber so ist es, so ist hier der Geburtshergang, so war er ja auch bei mir in der letzten Nacht.

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