Home » Traumtagebuch » Traumküsse

Traumküsse

Traum:
Am Abend besuche ich Kornelius. Es geht um eine ernsthafte Angelegenheit, die ich schon länger vorhatte. Dieses Mal hat auch er keine Zweifel – Entschiedenheit. So sitzen wir nebeneinander, die Arme beim anderen um die Schultern gelegt, und sprechen nur wenig; einvernehmlich. Hin und wieder küsse ich sein Gesicht. Mal hier, mal dort. Jedes Mal drückt er mich daraufhin fest an mich. Erst nach einer ganzen Weile bemerke ich, dass der Käpt’n auch bei uns ist – links von uns sitzt er, leicht nach vorn gebeugt schaut er uns schweigend an. “Hey, hallo”, begrüße ich ihn erfreut. Doch es ist zu spät, er zeigt sich enttäuscht, dass ihn niemand bisher bemerkte. Ich spüre ein tiefes Bedauern, weiß im Augenblick allerdings nicht, wie ich es ändern könnte.

Kornelius und ich machen uns auf den Weg, jeder den Arm um die Taille des anderen gelegt – manchmal küssen wir uns auf diese schweigende Weise. Er sagt, als wir eine kleine Geschenkboutique erreichen, dass er mir schon seit langem etwas schenken wollte. Es ist ein Dekorgegenstand aus Biskuit-Porzellan; irgendetwas Nachempfundenes aus der Pflanzenwelt. Ein anderes Teil aus Biskuit-Porzellan zeigt eine Gans mit blauem Halsband vor dem Hintergrund eines grünen Busches. Moina begeistert sich für die Gans. Ich ganz und gar nicht. Das zuerst gezeigte Stück sprach mich viel mehr an. Kornelius sagt mit fester Stimme, ich solle es bekommen. Ein wichtiger Moment.

Dann wird Kornelius langsam müde und kündigt an, sich nun zurückziehen zu wollen. Aber er bringt mich noch zur Bahn. Falls es heute keine Reisemöglichkeit mehr gibt, so würde er auch noch mehr Zeit mit mir verbringen wollen. Nie fühlte ich mich aufgehobener bei ihm, als es heute der Fall ist.

Tags: