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Hamburg – Frankfurt

Traum VI:
Ich sitze auf einem Stuhl. Links die blaue Couch. Darauf sitzt eine ausgesprochen hübsche junge Frau mit langen blonden Haaren, die duftig bis weit über ihre Schultern fallen. Sie trägt ein geranienrotes Sommerkleid – ärmellos, enganliegend, die Oberschenkel halb bedeckend. Ihre Beine hat sie lässig seitlich auf die Couch gelegt. Sie moderiert total souverän eine Fernsehsendung – Live-Berichterstattung eines sportlichen Ereignisses. Dabei wirkt sie so entspannt, dass man annehmen möchte, sie erzählte gerade ihrer Freundin etwas. Ihre Füße sind ganz wohlgeformt. Die Zehen ähneln hübschen Perlen; ganz reizend schaut das aus. Sie stellt ein Bein angewinkelt auf die Couch. Das Kleid rutscht hoch… Ihr Slip ist rot, beiseitegerutscht und zeigt ihre mädchenhaften festen und doch weichen Lippen. Sie bemerkt meinen Blick und setzt sich anders, zieht das Kleid zurecht. Die ganze Sache ist ihr nicht unangenehm. Und mir wird nun auch klar, warum: dieser kleine Einblick eben, der war nur mir möglich, die Kamera hat ihn nicht erfasst.

Sie macht den Eindruck, als verfolge sie etwas live mit und kommentierte dies. In Wirklichkeit aber telefoniert sie und erhält nur Information über das Ohr. Das bedeutet, dass sie in Wirklichkeit nicht alle Informationen erhält. Umso beeindruckender, dass dieses Manko überhaupt nicht zu bemerken ist! Toll, wie macht sie das nur?

Sie reicht mir den Hörer mit etwas genervten Worten: „Jetzt will er auch noch herkommen!“
Ich halte den Hörer an mein rechtes Ohr. Halte die Ohrmuschel dabei etwas abgeneigt. Am anderen Ende der Leitung der Freund der jungen Frau. Ich höre, wie er jeden seiner Handgriffe mitteilt. So erhalte ich folgende Informationen: Tatort ist Hamburg. Der junge Mann packt gerade seine Köfferchen an seinem frisch polierten Motorrad, um sich gleich auf den Weg hierher – nach Ffm? – zu machen. Ich nicke der jungen Frau zu und bestätige: „Sieht so aus…“ Was die Frau wohl angesichts des abgeneigten Hörers denkt? Vielleicht glaubt sie, dass ich so gar nichts hören kann? Ja womöglich kommt sie auf die Idee, dass ich mich dem Hören auf diese Weise verweigern will. Ich höre allerdings sehr gut! Gleichzeitig halte ich mein Ohr für andere Einflüsse frei, und das ist mir wichtig, fühle ich mich so doch weniger vereinnahmt.

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