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Zen – Die Verwicklung

Traum:
Die sächsische Hypnosetherapeutin – sie ist die Freundin des Krebskranken – hat gut schulterlange rotblonde Haare. Rotblonde Haare… das Deckhaar ist rotblond, das Haar darunter weißblond; die Haare sind so fein, dass es beim ersten Blick ausschaut, als seien nur diese wenigen rotblonden Strähnen vorhanden und die Kopfhaut schimmere durch. Doch so ist es nicht.

Sie sitzt in einem quadratischen Raum. Eine Wand besteht aus einem japanischen Fenster, das Aussicht in einen Zen-Garten gewährt. Gedankenversunken sitzt sie auf einem Polster am Boden und schaut hinaus. Als sie Mike und mich bemerkt, wir treten gerade ein, winkt sie uns mit sanfter Stimme heran: „Jaaa… schaue es Dir an…“ Dabei löst sie den Blick kaum vom Garten und ihre Stimme ist so weich und sanft, dass sich etwaige Bedenken – wer weiß, was uns erwartet, wenn wir hinschauen?? – sofort auflösen.

Dann wird die Rotblonde, mit ihrem Einverständnis, in eine leicht gepolsterte Decke eingewickelt, die in dieser oliv-grauen Farbe, mit den Haken und Ösen an altertümliche Manschetten zur Blutdruckmessung erinnert. Bald liegt die Rotblonde fest umwickelt, wie die Füllung eines Omlettes, zwischen den Polsterlagen. Auch ihre Arme sind so eingebunden. Keine Bewegung ist mehr möglich. So wird sie nun über Nacht liegen bleiben, den Blick aus dem Fenster in den Garten, und meditieren. Eine nächtliche Übung, denn sie kann sich ja noch nicht einmal an der Nase kratzen, falls es dort kitzeln sollte. Eben dies macht den Zen-Charakter dieser Übung aus.

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