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Unterstützende Zugkraft

Traum:
Eine Frau, die mir im Traum vertraut erscheint, beobachtet die ganze Zeit mein Verhalten. Ich stehe draußen auf einer Terrasse – wie eine geschwungene Bucht – im ersten Stock. Direkt vor der Brüstung, die ich zu verlassen im Begriff bin, wenngleich mir dieses Streben nicht bewusst ist. Ich könnte auch gar nicht sagen, was ich hier die ganze Zeit gemacht habe. Detlef kommt, jammert wie ein hilfloses Kleinkind herum. Okay, okay, dann tue ich ihm den Gefallen und suche mit ihm die Dinge, die er gerade vermisst. Das wären: Ring, Geldbörse, Brille. Wir treten in ein Zimmer, finden alles sofort. Naja, das hätte er auch ganz allein finden können. Aber egal.

Es ist wie ein fließender Übergang. Die beobachtende Frau und ich halten uns in einem Zimmer auf, das ich offenkundig während der hinter mir liegenden Lebensphase genutzt habe. Nun ist es Zeit für die Abreise. Ein Schienenstrang führt bis in die Zimmermitte. Ein Wägelchen am Ende. Ich setze mich hinein, um mich langsam auf den Weg zu machen. Eine Zugkraft von Außen macht sich bemerkbar, zieht am Wägelchen, aber es hängt an einigen Stoffbahnen oder Kleidungsstücken fest, die auf dem Boden und teils über dem Gleis liegen. Die Zugkraft ist enorm. Kurz fürchte ich, sie könnte sich über die behindernden Stoffe hinwegsetzen, wodurch ich aus der Bahn geworfen würde. Oje, das gäbe ein Durcheinander. Leicht gestresst bitte ich die Frau, mir beim Entfernen der Stoffe behilflich zu sein. Auch ich packe an, soweit die Arme reichen. Gerade im letzten Moment legen wir die Bahn frei, da setzt erneut die starke Zugkraft ein und zieht mich mit fast schwindelerregendem Schwung eine Kurve entlang, aus dem Raum hinaus. Die Zugkraft ist enorm. Weit stärker, als ich vermutet hätte! Es ist eine wie im Außen tätige Kraft, die auf mich einwirkt und unterstützend dazu beiträgt, dass ich mich auf den Weg mache. Ein Gefühl der Zielstrebigkeit, Entschlossenheit und Willensstärke dehnt sich über diese Zugkraft in mir aus. Ein ganz angenehmes, starkes Gefühl. So leicht kann mich im Moment nichts beirren.

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