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Die dunkle Hausherrin

Traum:
Auf dem Lande. Eine Beschäftigung als Dienstmädchen. Ich sitze auf der Toilette der Hausherrin und bemerke erst jetzt, nach vielen Stunden, etwas. Beim Aufstehen streifen meine Haare ein schwarzes Klettband, das die Hausherrin mittels einem hölzernen Gestell über dem Toilettenbecken befestigte. Jedes Mal war ich mit meinen Haaren daran gekommen, so dämmert mir. Ein Blick zum Klettband zeigt mir, dass ich Recht habe: es ist dicht voller Haare. Eine ganze Strähne langer welliger Haare – die stammen eindeutig von meinem Schopf – kann ich herausklauben! Ich erlebe es als etwas Verletzendes, dass sie das macht und mich so nach und nach meiner Haare beraubt. Doch nicht nur das! Die Hausherrin hat dies alles in erster Linie deswegen veranstaltet, um mir später den Haarverlust auf ihrer(!) Toilette vorhalten zu können. Sie wollte es so aussehen lassen, als sei ich allein dafür verantwortlich. Von dem von ihr angebrachten Klettband solle dann nicht mehr die Rede sein. Da ich es nun vorher bemerkte, kann ich ihr immerhin einen Strich durch diese fragwürdige Rechnung machen. Damit geht es mir zwar nicht wirklich gut, aber ich habe damit wenigstens ein Gefühl der Schadensbegrenzung. Vor allem werde ich fortan gut auf meine Haare achten.

Auf dem Lande. Ein alter Küchentisch mit Schublade steht auf dem Hof, nahe einem kleinen Unterstand, wo ich stehe. Auf dem Tisch steht ein riesengroßer Kochtopf mit Deckel. Der Topf hat sicherlich 100 Liter Fassungsvermögen. Die verstorbene Lisabeth will darin Suppe kochen. Bereits vorhin im Haus sah ich sie beim Vorbereiten des Gemüses, das sie nun hier draußen schälen, stückeln und in den Topf werfen wird. Doch wer wird den gefüllten Topf später vom Tisch tragen? Opa Martin wird das wohl kaum bewältigen können. Auch nicht sie beide gemeinsam. Vielleicht will sie den Topf nur zum Teil füllen? Trotzdem… selbst dann könnte der Topf von niemandem mehr bewegt werden. Gedanklich hänge ich in dieser Situation fest und starre auf den Kochtopf, ohne dass irgendetwas passiert.

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