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Wolfsgraue Gischt

Traum:
Abgelegener Ort am rauen Meer. Kleine Buchten, teils von flachen Dünen gesäumt. Ein weiches Spotlight erhellt den Standpunkt. Dunkle Wellen mit einer schmutzigweißen, spitzen Gischt, die an graue Wölfe denken lässt, erheben sich körperhoch und verharren so, sinken nicht in sich zusammen.

Ein Begleiter und ich spazieren hier durch die Nacht. Wie die Wellen so hoch in die Buchten springen… es sieht so aus, als fülle sich der Ort mit Wasser. Vielleicht ist es die spitz zulaufende Form der hohen Wellen, die diesen Ort langsam bedrohlich erscheinen lässt. Mein Begleiter und ich umarmen uns, küssen uns immer wieder leidenschaftlich; immer wieder von einigen weiterführenden Schritten unterbrochen.

Wir werden gewarnt! Es ist nicht ungefährlich, uns an diesem Ort einander hinzugeben und dem Ort selbst dabei so wenig Aufmerksamkeit zu schenken! Doch wir küssen uns weiter, gehen weiter – es ist wie ein Tanz. Nichts geschieht.

Irgendwann stelle ich fest, dass das Wasser, dass die Wellen wie in einer Momentaufnahme festgehalten sind. Nichts Erstarrtes, eher wie ein gallertartige Masse die spitz erhobenen Wellen mit der grauen zackigen Gischt. Vielleicht liegt es daran, dass uns das Wasser hier nicht gefährlich wird? Ich bin mir da fast sicher…

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