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Installation eines Klangbogens

Traum:
Während ich mit der Installation eines Klangbogens beschäftigt bin – übrigens seit vielen Stunden schon – verblasst die Erinnerung an jene Schritte, die bis hier führten; verblasst ähnlich einem Kondensstreifen am Himmel.

Der Klangbogen erinnert an einen unsichtbaren Regenbogen, der wie ein weichfallender, ungreifbarer Stoff in Falten gelegt ist. Er ist nur deswegen wahrnehmbar, weil ihn eine höhere Dichte als seine Umgebung auszeichnet, vielleicht auch eine gewisse Liquidität, die sich spürbar von der übrigen Atmosphäre abhebt. Der Klangbogen soll zu beiden Enden im Boden verankert werden. Immer wieder aber streben die Enden nach oben. Ein nachdrücklicher Widerstand liegt in der Luft und sorgt dafür, dass ich mich regelrecht mit meinem Körpergewicht dagegen stemmen muss, um jeweils ein Ende zum Boden zu führen. An diesem Widerstand liegt es, dass ich so lange dafür brauche. Dieses Tun nun erlebe ich nicht als anstrengenden Kampf, sondern als ein fast wohltuendes, nachhaltiges und entschlossenes Vorgehen, das mich letztlich tatsächlich an mein Ziel führt. Nach Stunden konzentrierter Hingabe ist der Klangbogen endlich fest im Boden verankert. Ein gutes Gefühl.

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