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Windiges Dach am Meer

Traum:
An einem warmwindigen Meer. Ich steige auf das Dach eines religiösen Gebäudes. Es ist ein besonderes Dach, mit türkisfarbener Plane bedeckt, die in großen Lamellen, die sich im Wind bauschen, aufgelegt ist. Während ich darüber krabbele, und auf meinem Weg die Luft unter meinen Knien verdränge, bauscht sie sich an anderer Stelle auf. Es ist wunderschön. Innerlich bewegend, leicht und beschwingt. Irgendwann habe ich einen Platz am Dachrand, mit dem Rücken zu einer Hauswand, gefunden. Hier habe ich festen Halt unter den Füßen. Während mein Blick über das Dach zum Meer gleitet, wird mir langsam bewusst, welch ein phantastischer Anblick sich hier bietet. Das türkis wogende Dach vor dem Hintergrund eines intensiv-blauen Sommerhimmels. Gerade dieser Ausschnitt gäbe eine tolle Aufnahme. Als ich die Kamera nehme, mache ich eine ungeschickte, ausufernde Handbewegung, wodurch sie mir auf das bewegte Dach fällt. Beim Versuch, sie schnell an mich zu nehmen, geschieht der gleiche Effekt mit der Luftverdrängung, wodurch ich die Kamera unbeabsichtigt weiterkicke. Auch meine Brille fällt herunter und schwuppst erst einmal von mir weg. Zum Glück kann ich beides wiedererlangen und stelle fest, dass noch nicht einmal etwas kaputt gegangen oder verbogen ist. Diese Aktion hat etwas Zeit gekostet. Der Himmel ist inzwischen dunkler geworden, zeigt sich Violett. Die Sonne ist gegangen, wodurch Himmel und Dachplane viel ihrer Leuchtkraft einbüssten. Der Blick durch das Objektiv ist also ziemlich enttäuschend. Es lohnt gar nicht mehr, ein Foto davon zu machen. Dach und Himmel stehen kaum mehr in Kontrast zu einander. Das Lebendige ist gedämpft. Okay, aber dort unten, die Strandterrasse… vor dem Hintergrund des Meeres… das hat was! Doch immer wenn ich abdrücken will, fährt gerade so ein Bonzenauto mit eingeschalteten Scheinwerfern durchs Bild. Klar, auch das Auto wäre ablichtenswert, aber mir hatte doch gerade der Kontrast zwischen Himmel, Strand und Terrasse so gut gefallen. Ich warte ab, bis kein Auto mehr in die Szenerie fährt. Inzwischen tummeln sich dort unten auf der Terrasse aber schon so viel Gäste, dass auch das seinen Reiz verloren hat.

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