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Runzelige bleiche Männerfinger

Traum:
Zwei Gebrauchtwarenhändler durchsuchen meine ausrangierten Dessous nach Brauchbarem. Eine Klarsichtsack haben sie inzwischen vollgestopft. Den zweiten befüllen sie gerade. Ich gehe näher, will doch mal schauen, wofür sie sich interessieren. Mich wundert es echt, was sie noch alles verkaufen wollen. Der dunkelgrüne Slip beispielsweise ist schon ziemlich abgenutzt. Ich meine sogar, ein kleines Loch darin entdeckt zu haben.
Und überhaupt wirken die Typen doch auch ein wenig zwielichtig. Ob wirklich alles mit rechten Dingen zugeht? Vielleicht sollte ich doch besser darauf achten, dass sie mir nicht Sachen aus dem Kleiderschrank stibitzen, die ich noch behalten möchte. Wer weiß, was mitten in den Sack verborgen liegt?

So spreche ich einen der Beiden an. Er ist ein blonder, knabenhafter Typ, mit leicht anbiederndem Verhalten. Seine Haut ist ganz bleich.
Mit strenger Stimme frage ich: „Sie nehmen auch wirklich nur von den ausrangierten Dingen?“
Als Beweis seiner Ehrlichkeit schaut er mir unablässig in die Augen, damit ich ihm in die Augen sehen und erkennen kann, dass er stets die Wahrheit sagt.
Jaja, solche Ablenkungsmanöver kenne ich! Das lernt ein Verkäufer doch als erstes. Das sagt doch gar nichts! „Reichen Sie mir doch bitte mal Ihre Hände.“
Er streckt sie mir entgegen. Sie sind ganz schmal, ganz bleich und vor allem ganz runzelig, so als haben seine Finger zu lange in warmem Wasser gebadet.
Mit geschlossenen Augen, mit den Fingerspitzen spürend, ertaste ich seine Finger…

Notiz:
Spannend, dass hier ein Symbol aus jenem Traum aufgegriffen wird, mit dem ich gerade für mein nächstes Traumklingklang beschäftigt bin.

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