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Jetzt geht es abwärts

Traum:
Mit dem Rad gelangen wir an einen vertrauten Punkt. Eine kurze Strecke mit starkem Gefälle. Mike hat sein Rad bereits hinabgeschoben. Ich wundere mich… „Sind wir hier sonst nicht gefahren?“ Mike antwortet empört: „Aber Du kannst hier doch nicht runterfahren!“ Hm, stimmt… Es ist tatsächlich viel zu steil. So steil, dass ich mich noch nicht einmal traue, dort zu gehen. „Mike, hilf mir!“ Doch er ist bereits weiter. So schiebe ich einige Meter weiter nach links und gelange an eine Treppe. Diese hat nicht nur eine Fahrrinne für Räder, sondern weist auf halber Höhe sogar noch einen breiten Absatz auf. Ich überlege, dass die Strecke hier, wegen des breiten Absatzes in der Mitte, weniger steil und somit für mich zu bewältigen sein müsste. Irgendetwas ist allerdings unlogisch an meinen Überlegungen. Ich traue mich auch nicht. Zudem halten sich dort einige Jugendliche mit Skateboard auf und… ich will mich doch nicht vor denen blamieren! Mike kommt dann doch noch zur Hilfe und wir fahren weiter.

Bald gelangen wir an einen Landgasthof. Wir durchqueren das Gebäude, die Räder schiebend. Mike wieder voran. Ich spüre, dass er das Haus bereits verlassen hat, als ich an die Stiege mitten im Haus gelange. Diese führt nach unten und im weiteren Verlauf zum öffentlichen Hinterausgang für die Ausflügler. Vorhin wurde es der Wirtin an dieser Stelle aber zu lebhaft, weshalb sie die Stiege mit einem rot-weißen Absperrband stilllegte. In dem Durchgangszimmer, zu dem die Stiege führt, speisen nämlich einige Gäste, weshalb zu viel Unruhe störte.

Wo bleibt nur Mike? Ich gehe den Weg wieder zurück, bis zum Eingangsbereich. Dort kommt Mike. Einen Arm voller Prospekte, in einem davon tief versunken lesend. Auf dem Kopf trägt er einen prunkvollen, silbern glänzenden Feuerwehrhelm mit feinen Eingravierungen. Daher auch die Prospekte, die sicherlich mit dem Thema zu tun haben. Er ist so sehr darin vertieft, dass er an mir vorbeigeht, ohne mich zu bemerken.

An der Stiege kehrt seine Aufmerksamkeit zurück. Er hievt mein Rad über die Bänder hinweg und wir steigen hinab. Ein älteres Ehepaar sitzt an einem Tisch. Dieser Bereich geht direkt in die Stallungen über. Eine Kuh kommt des Weges. Eine Kuh mit glänzend schwarz-weißem Fell. Dazu ein dunkelbrauner Hund und die Wirtin. Die Kuh ist so verspielt und ausgelassen wie ein junger Hund und springt die Wirtin an. Diese nimmt daraufhin lachend die Vorderläufe der Kuh und sie tänzeln vergnügt umher. Es ist total entspannend anzusehen. Zudem bin ich erleichtert, dass die Wirtin kein bisschen verärgert ist, obwohl ich die Stiege benutzte.

Wo ist Moina? Sie ist schon ohne uns weitergegangen! Die Gegend ist unbekannt, es gibt mehrere Wege. Wir müssen sie schnell einholen! Sehr beunruhigt eile ich los. Mike sieht das locker und ohne Sorge. Moina ist schon hinter dem Grashügel. Dort nehme ich einige Kinder wahr. Vielleicht spielt sie mit denen?

Unterwegs treffe ich auf einige spirituelle Mütter, mit denen ich den Weg fortsetze. Wir gelangen an ein Seeufer oder eine Meeresbucht. Was auch immer, es liegt am unteren Absatz eines gepflasterten Steilhanges. Sehr steil geht es hinab! Die anderen Mütter sind sorglos hinuntergelaufen. Ich stehe zaudernd oben… Gehe schließlich weiter nach rechts. Man weiß ja nie, vielleicht habe ich Glück und die landschaftliche Gegebenheit bietet mir dort ein flacheres Wegstück?!

Es scheint gelungen zu sein, denn nun stehe ich dort unten bei den Frauen und damit auch wieder bei Mike. Es ist an der Zeit, mich von den spirituellen Müttern zu lösen. So entfernen mich die nächsten Schritte von ihnen. Nur weniger Meter weiter spricht mich ein Journalist an. Er sucht ein paar Leute für eine Umfrage. Mike willigt sofort ein. Nach wenigen Augenblicken sitzen die Männer bereits an einem Campingtisch.

Als ich hinzutrete, stellt der Journalist gerade die erste Frage. Dabei zeigt er zu den spirituellen Müttern.: „Was meinen Sie, warum die Menschen dort drüben so gerne Krabben essen?“
Mit einem breiten Grinsen sage ich ironisch: „Na, dann mal heiteres Projizieren!“ Und setze zu einer ersten möglichen Antwort an. So ein Blödsinn, Außenstehende zu befragen. Mit dickflüssiger, mattgoldener Tinte notiert er die gestellte Frage auf dem oberen Rand einer Zeitung. Na, der wird nicht mehr viele Fragen stellen, denke ich beruhigt. Gleich nach dieser ersten Frage und einer Antwort werden die leeren Flächen nämlich vollgeschrieben sein.

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