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Zugschiff fährt pünktlich ab

Traum vom 16. Oktober 2009

Im Untergrund. Vor der Abfahrt der Bahn zähle ich das Geld in meinem Portemonnaie. Wilma in Begleitung ihrer Freundinnen, derer ein ich noch Geld zum Geburtstag schenken möchte. Nun, ich bin hin- und hergerissen. 30 € habe ich nicht übrig. 25 € wären immer noch recht viel, aber als Geschenk nicht zu knauserig. Wilma bekommt die Übergabe des Geldgeschenkes mit und will mir einen Teil des Betrages zurückgeben, da es zu großzügig bemessen war. Ich tänzele einige Schritte zurück, damit ich das Geld nicht nehmen muss. Gelange schließlich einige Schritte außer Reichweite, um die Ecke und zähle die Scheine im Portemonnaie… 80 € – das sollte für die Reise reichen. Es ist gut, ein kleines Polster zu haben.

In der Bahn sitzen einige meiner früheren Bekannten. Diese sind nicht näher zu benennen. Jedenfalls gehören sie einer sozialen Minderheit an. Sie sitzen mit dem Rücken an der Wand und überlegen laut. Nach einigem Hin und Her entscheiden sie sich für die Mitfahrt. Ich laufe schnell los, den Gang entlang, der sich schließlich zu einem Schiffsdeck verbreitert. Ganz vorne in der gläsernen Kanzel sehe ich Zugführer, Co-Pilot und Steuermänner vor einem riesigen Schaltpult sitzen, das wohl alle notwendigen Instrumente für Fahrten zu Wasser, zu Land und zu Luft vereint. Ich klopfe an die Glastür – es klingt so wie damals im Moorexpress… In meinen Ohren beginnt es zu rauschen, vor meinen Augen beginnt alles zu schwanken, mir drohen die Sinne zu schwinden… Es ist die Furcht vor Zurechtweisung seitens des Zugführers, der mir vorwerfen könnte, die Grenze damit zu überschreiten. Doch er schaut sich um und nickt mir auffordernd zu. Ich teile ihm mit, dass das Grüppchen sich entschieden hat und mitfahren möchte. Daraufhin zeigt sich der Zugführer sehr dankbar und wie von Sorgen befreit. Nun kann er nämlich ganz pünktlich abfahren. Er hat sogar noch zwei Minuten Zeit bis zur offiziellen Abfahrt. Alles im Rahmen also. Okay, das ist gut.

Auf dem Rückweg in den Großraumwagen kann ich einen Blick unter Deck werfen. Dort unten im Schiffsbauch sehe ich einige Bahnoffiziere hin und her gehen – streng, aufrecht und konzentriert ihren Pflichten nachgehend. Dieser Einblick in interne Abläufe und das soeben Erlebte mit dem Zugführer geben mir ein gutes Gefühl. Klarheit, Rückhalt, Sicherheit, Geradlinigkeit.

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