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Das Grashügel-Meer

Traum:
Mit Moina auf der Kuppe eines grasbewachsenen Hügels, der unter Wasser steht. Hier oben steht das Wasser so hoch, dass Moina noch gefahrlos umherlaufen kann. Ringsum aber würde sie untergehen, den dort liegen die Hügel tiefer unter Wasser. So habe ich alle Hände voll zu tun, mein quicklebendiges Kind im sicheren Rahmen zu halten. Moina läuft natürlich immer wieder weiter raus. Ich greife immer wieder ihren nassen Leib.

Vinci und ein anderer Betreuer befinden sich ebenfalls hier auf dem Hügel. Nur im Abstand von einigen Stunden sinkt das Wasser immer wieder für einen kurzen Zeitraum und gibt die Hügel frei.
Dieser Moment ist jetzt wieder gekommen. Moina läuft zu einem benachbarten Hügel, ich ihr hinterher. Und ich frage Vinci, warum keine anderen Kinder hier sind. Er antwortet: „Die anderen Kids nehmen an einem Detektivprojekt teil. Das ist den Eltern lieber, da ihre Kinder so den ganzen Tag beaufsichtigt sind.“ Ah so, das wusste ich gar nicht… Ja, sein Kind hier in diesem Hügelmeer zu beaufsichtigen ist ja auch eine sehr anstrengende Sache.

Ich laufe zu einem anderen Nachbarhügel hinüber, treffe dort die Stadtgruppenfrau und unterhalte mich mit ihr über die Situation in diesem Gebiet. Ich frage, ob ich es richtig sehe, dass die Bewohner hier immer nur für diese kurzen Augenblicke die Möglichkeit haben, von einem Hügel zum nächsten zu laufen. Während der meisten Zeit seien sie ja durch das Wasser von den anderen getrennt. Die Stadtgruppenfrau bestätigt meine Annahme. Nur noch acht Minuten, dann steigt das Wasser wieder über alle Hügel.

Es ist ein schöner Tag an diesem Meer. Ich liebe das Meer! Ich liebe das Meer so sehr, dass ich kaum wahrnehme, wie kräftezerrend es ist, mein Kind an diesem Ort vor dem Untergang zu bewahren…

Notiz:
Am Vortag im GEOSpecial „Baltikum“ (Nr.4 August/September 2007) einen Artikel über die Bewohner der Insel Kihnu in Estland gelesen. Wenn in einem kalten Winter die nördliche Ostsee richtig zufriert, freuen sich diese Insulaner, denn dann fahren sie mit dem Auto aufs Meer, um mal flott zum Festland zu kommen.

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