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Rechnen und Buntstifte

Traum:
So! Wie gut, dass die letzte Aufgabe für heute gelöst ist! Naja… was die Lösung anbelangt bin ich doch sehr unsicher, ob sie wirklich richtig ist. Aber da ich für heute endlich Feierabend machen möchte…

Eine sehr hagere ältere Frau – aufrecht, graue Haare, streng jungfräuliche Kleidung, ernstes Gesicht – stellt sich vor die Reihe von Tischen, an denen ich bis eben arbeitete. Sie rechnet die Aufgaben nach und überprüft, ob ich alles richtig gemacht habe. Eine Kontrollperson, die nicht unerwartet erscheint. Es scheint so üblich zu sein. Während sie alles überprüft, liege ich flach auf dem Bauch am Boden und schaue unter die Spinde, die auf kurzen schmalen Metallbeinchen stehen. Einige Buntstifte liegen darunter verstreut. Eigentlich sollten diese eingesammelt werden, und ich spüre auch den Impuls es zu tun. Dagegen steht jedoch ein starker innerer Widerstand, der nur ganz vage in mein Bewusstsein dringt. Da die Spinde so scharfkantig und eckig sind, der Freiraum darunter so knapp ist, fürchte ich unterschwellig, mich zu verletzen, wenn ich auch nur einen Versuch wagte, die Bunststifte hervorzuangeln. Dieser innere Widerspruch hält mich fast bewegungslos und ich fühle mich unangenehm blockiert. Währenddessen überlege ich: Die Alte rechnet und rechnet nun. Unannehmlichkeiten sind von ihr trotzdem nicht zu erwarten. Denn eigentlich befasst sie sich nie mit diesen Aufgaben. Ich schätze mal, aus Mangel an Erfahrung ist ihr gar nicht richtig klar, welcher Weg zur richtigen Lösung führt. Sollte sie aber doch zu einem Ergebnis kommen, also zu einem anderen Ergebnis kommen als ich, dürfte sie eher mutmaßen, dass sie selbst irgendwo einen Fehler gemacht hat und wird glauben, mein Ergebnis sei richtig. Eigentlich müsste ich die Buntstifte unter den Spinden herausfischen. Falls die Alte das kontrolliert, könnte es Ärger geben.

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