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Vinci und die selbstauslösende Onlinebroschüre

Traum:
Vinci bietet mir an, mich darüber zu informieren, welche Fahrräder wirklich gut für mein Kind sind. So setzt er sich auf den Fußboden; mit dem Po zwischen den angewinkelten Beinen. Ich hocke mich vor ihm. So sitzen wir im Windschatten eines weißen Tisches. Vinci sagt, er könne nicht so lange in dieser Position verharren, bald bekäme er Schmerzen. Durch seine Anmerkung wird mir bewusst, wie bequem ich die Hockstellung finde. Sie ist kein bisschen anstrengend. Aus Erfahrung weiß ich allerdings, dass dies nur für eine begrenzte Zeit so ist, danach kann es gut sein, dass es hier oder da etwas unangenehm zwackt.

Vinci blättert in der Broschüre eines Versandhauses und tippt mit dem Zeigefinger auf bestimmte Fahrradmodelle und Fahrradhelme, die eine Gemeinsamkeit haben: Das Grundgerüst ist aus einem speziellen Material hergestellt, in dem hochwertiges Wasser gespeichert ist. Allein die Betrachtung dieser Abbildungen vermittelt ein gutes Gefühl. Gut, unter 100 Euro gibt es kein Kinderfahrrad, aber wenn man die Qualität bedenkt, ist das vollkommen okay.

Inzwischen wechselten wir unseren Standpunkt und unsere Haltung. Wir befinden uns nun mehr rechts des weißen Tisches. Vinci sitzt am Boden, hat seine Beine lang vor sich ausgestreckt. Ich stehe direkt am Tisch, mit dem linken Arm abgestützt und zu Vinci vorgebeugt. Er empfiehlt einige Fahrräder, indem er mit dem Zeigefinger auf die entsprechenden Abbildungen tippt. Mit einem Male hält er amüsiert inne und erklärt: „Das ist eine Onlinebroschüre! Bei Berührung einer Abbildung löst man eine Bestellung aus.“
Das ist ja lustig. Lachend sage ich: „Na, hoffentlich haben Sie jetzt nicht zu viel für mich bestellt!“
Na sowas! Da muss ich doch gleich mal einen Blick in den Warenkorb werfen. Und vor allem nachsehen, ob eine bereits getätigte Bestellung noch storniert werden kann. Damit sollte ich nicht länger als die nächsten Stunden warten.

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