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Duftendes Herzchakra und hautschonender BH

Traum:
In einem eher kleinen Zimmer treffe ich mit einem etwa vierzigjährigen Mann zusammen, der kürzlich aus Amerika anreiste. Ein schlanker Typ, mit Händen in den Hosentaschen, das grünbunte Oberhemd großzügig aufgeknöpft, darunter eine gebräunte, mäßig behaarte Brust, vor der ein silbernes Kettchen baumelt. Er trägt eine Pilotensonnenbrille mit Gläsern, die nach unten hin heller getönt sind. Seine dunklen Haare naturgewellt. Auffallend seine vage gespitzten Lippen, die dennoch entspannt wirken; sinnlich und wie etwas erwartend…

Einer von uns beiden nimmt eine fünfeckige Kupfermünze – die eigentlich eingesteckt werden sollte – an sich und wirft sie mit Nachdruck zu Boden. Der Mann schaut mich unlustig an und fragt: „Was soll das denn?“ Wir bücken uns beide gleichzeitig, um diese Münze aufzuheben und kommen uns für eine kurzen Moment etwas näher. Ich spüre sein Aufmerken, während wir uns wieder aufrichten. Fast tonlos stellt er fest: „Du riechst so gut. Darf ich Dich küssen?“ Meine bunte Bluse ist genauso weit aufgeknöpft wie seine. Da steckt er schon seinen Kopf zwischen den Stoff und schleckt und küsst meine Haut auf Höhe des Herzchakras – von dort verströmt sich der Duft. Er wirkt geradezu entrückt. Aber nun ist genug! Wir gehen wieder auf Distanz. Dabei bemerkt er, dass ich einen gelben Baumwoll-BH trage, der durch den dünnen Blusenstoff hindurchschimmert. Nüchtern stellt er fest: „Ein gelber BH… – das geht ja schon mal gar nicht.“ Kurz verspüre ich den Impuls, ihn aufzuklären; meine Erkrankung zu erwähnen, deren Behandlungsfolgen es notwendig machen, von sexy auf hautschonend umzusteigen. Dann aber denke ich, dass ihn das sicher gar nicht interessiert, halte es selbst auch für zu aufwändig, und verspüre eh keine Lust zum Erzählen. So lasse ich es einfach auf sich beruhen.

Zurück bleibt eine gewisse Traurigkeit. Gleichzeitig aber auch das Gefühl, dass ich mir nun endlich wichtig genug bin; und das fühlt sich richtig gut an.

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