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Schreiben und entfernen

Traum:
Klassenraum ohne Fenster. Kurz vor Unterrichtsbeginn, also kurz vor 11 Uhr. Eine wichtige Arbeit steht uns bevor. Wir erfahren, dass dieses Mal Arbeitshefte mit auswechselbaren Seiten verteilt werden – ein Entgegenkommen seitens des Dozenten, der in diesen Minuten erwartet wird. Wir erhalten einen Info-Link, der aus einer langen Buchstaben- und Zahlenkolonne besteht. Ich bin begeistert! Es ist eine Erleichterung, dass misslungene Ausarbeitungen aus den Arbeitsheften entfernt werden können, ohne einen Schaden zu hinterlassen. Das gibt mehr Freiraum zum folgenlosen Ausprobieren. Ja, nun bin ich zuversichtlich, diese Aufgaben letztlich meistern zu können.

Es ist 11:00h, als ich mir diesen kurzen Traum notiere. Um wirklich alles zu behalten, schreibe ich mit rotem Permanent-Marker die dazugehörigen Zahlen auf Moinas Klamotten, die sie gerade angezogen hat. Ich ziehe ihr dazu verschiedene Oberteile an, die wir kürzlich beim Flohmarkt entdeckt haben. Erst als eine Frau hinzukommt, wird mir bewusst, was ich da mache! Es ist ja ganz furchtbar! Die roten Zahlen – gerade schrieb ich eine große 105 auf das Blusenvorderteil – lassen sich nicht mehr entfernen, all die Kleider sind untragbar geworden. Ich habe sie verschandelt. Mir kommt es nun vor, als sei ich vorhin in dumpfem Schlaf gewesen. Die Frau wirft einen Blick voll tiefem Mitgefühl auf Moina und sagt zu ihr: „Du bist wirklich ein ganz geduldiges Wesen…“

Es ist 11:15h, als ich nach diesem kurzen Traum auf die Uhr sehe. Das heißt, ich bin um 11:10h aus dem Traum erwacht. Das irritiert, denn ich kann frühestens vor 11 Uhr eingeschlafen sein. Es ist ungewöhnlich, in dieser kurzen Zeit so lange geschlafen und geträumt zu haben.

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