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Bitte küss mich!

Traum:
Auf dem Weg zur Sonnenbank. Mit einem Blick überprüfe ich meine Beine und sehe zwei Verbrennungen an jedem Bein. Alle vier Stellen sind etwa handtellergroß und befinden sich jeweils oberhalb der Knie und im oberen, innenliegenden Bereich der Waden. Die Haut ist blasig und prall mit Wundflüssigkeit gefüllt. Oh! Na, ob ich wirklich eine Strahlenbehandlung nehmen sollte? Besser, ich zeige das noch einmal dem Gynäkoradiologen. Inzwischen hat der den üblichen Praxisbereich verlassen und ist zu einem Vorraum durchgedrungen, in dem viele Menschen stehen; überwiegend Männer. Kneipenatmosphäre – ähnlich wie früher in der Kneipe in der Music Hall Worpswede.

Ah, da ist der Doc! Ich frage ihn, ob er schnell eine Blick auf meine Beine werfen mag. Einverstanden. Mit wenigen Schritten sind wir bei einer Wandbank angelangt, auf die er sich gleich setzt. Ohne Umschweife greife ich unter mein kurzes 70er Jahre Hängerchen-Kleid – es ist aus Stoff im schrägen Fadenlauf verarbeitet, mit Karomuster in Schokobraun und Cremeweiß – und streife schnell und unauffällig meine hautfarbene Strumpfhose herab. Das geht ruckzuck und niemand hat gesehen, dass ich unter meinem Kleid ansonsten nackt bin. Der Gynäkoradiologe macht eine anerkennende Bemerkung: „Sie sind aber geschickt!“ Seine Finger zittern, als er nach meinen Oberschenkeln greift. Er zieht mich an sich, legt den Kopf in den Nacken und schaut mich mit hungrig glühendem Blick an und sagt: „Bitte küss mich!“ Mir ist ganz warm und weich geworden, und ich will mich gar nicht lange bitten lassen. Sein Mund ist etwas geöffnet, als ich meine Lippen auf die seinen senken will. Doch etwas lässt mich innehalten… Seine Gesichtshaut ist, besonders um die Mundpartie, sehr gespannt. Sie liegt straff über den Gesichtsknochen, was diese besonders hervorstehend erscheinen lässt. Seine Mundöffnung ist auffällig klein und da sind dann auch die beiden auffälligen Vorderzähne, die ebenfalls von Härte künden. Ach ach, ich sehne mich aber so sehr nach warm-weichem Verschmelzen. Die Härte lässt mich zaudern. Und wie soll ich an seine weichen Lippen gelangen, die doch wie in einem kleinen, fast unerreichbaren Tal zwischen den harten Knochen liegen? Dennoch spüre ich eine starke Anziehungskraft, die mich dahinschmelzen lässt. Ein unangenehmes Gefühl der Ambivalenz.

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