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Der Sternenhimmel des Poeten

Traum:
Ein kahler Raum – hier wird gerade renoviert – ohne Fenster, mit einige Schultischen, an denen erwachsene Lernwillige sitzen. Rechts, eher hinter mir, tritt der ‘Poet aus der Seemannskiste’ ein und macht sich ohne Umschweife an der Wand hinter unserem Rücken zu schaffen. Beginnt mit der Neugestaltung des Raumes, setzt seine Vorstellungen direkt um – keine Frage. Ich drehe mich um, schaue gespannt seiner Vorführung zu. Mit flachen Händen verstreicht er sternenhimmelblaue Farbe an der Wand. Dazwischen setzt er Sterne, trägt die gelbe Farbe mit gespreizten Fingern auf. Kaum zu glauben, dass er die Gestaltung der Sterne auf so gleichgültige Weise abhandeln will. Das scheint mir unzulänglich, mangelhaft. Klar, er ist Künstler und macht unbeirrt weiter. Er ist kreativer als ich. Bald hat er, mit weitausholenden Armschwüngen, die ganze Wand gestaltet. Hier und da füllt er noch weiße Himmelslücken mit sternenhimmelblauer Farbe. Ja, und ich muss sagen: Toll, was da entstanden ist! Vor allem die Sterne sind von so einzigartiger Schönheit. Es war eine klasse Idee, die Sternenstrahlen mit den Fingern aufzudrücken.

Einige Zeit ist vergangen. Ich kehre in den nun menschenleeren Raum zurück. Ein Blick auf die vom Poeten gestaltete Wand lässt mich erst einmal staunen und wundern… Die Sterne sind noch da. Aber dort, wo die Wand sternenhimmelblau gemalt wurde, da ist die Farbe fort und die nackte weiße Wand ist zu sehen?!

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