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Orientierungslos durch die Nacht

Traum vom 25. Oktober 2009

Fahre mit dem Auto durch die Nacht. Mike ist nicht dabei. Ich habe die Orientierung verloren., kenne mich nicht mehr aus. Es sieht ganz so aus, als sei ich auf Abwege geraten.

Anfangs irritiert mich das Aufleuchten des Displays des mittig an der Windschutzscheibe befestigten Navis. Denn: Erstens habe ich gar kein Navi, zweites hängt es genau in meinem Blickfeld – was allerdings daran liegen mag, dass ich das Fahrzeug von der Mitte der Rückbank aus lenke, während Moina auf dem Fahrersitz mitfährt. Das Navi behindert also mehr, als dass es mir bei der Orientierung hülfe. Zudem ist es doch sehr merkwürdig, dass mein Fahrzeug auf dem Navi als auf der rechten Spur fahrend angezeigt wird. Dort verwehrt es mir ja die Sicht auf die Gegenfahrbahn. Erst später erkenne ich, dass es sich bei diesem Fahrzeug gar nicht um das von mir gelenkte handelt.

Nach einer Weile habe ich mich aber daran gewöhnt. Auch an die, trotz eingeschalteter Scheinwerfer, ungewöhnliche Dunkelheit auf der Fahrbahn. Außerdem habe ich inzwischen bemerkt, dass das Navi auch die umgebenden Straßen anzeigt – so kann ich mich vielleicht doch noch zurechtfinden, indem ich das Muster der Straßen wiedererkenne. Nur leider bleibt nicht ausreichend Zeit, um alle Einzelheiten genau anzusehen, denn das Navi erlischt bald. Das ist echt blöd. Auch kann ich von diesem Platz aus nur sehr schlecht Autofahren. Allerdings leuchtet das Display jedes Mal auf, wenn im Radio eine Durchsage vom Verkehrsfunk kommt. Das geschieht mehrmals und mir wird dann klar, dass Navi und Verkehrsfunk sehr wahrscheinlich miteinander gekoppelt sind.

Immerhin reichten die Einblicke soweit, dass ich nun zumindest eine Idee habe, in welche Richtung es weitergehen kann. Ich fahre also nach rechts durch eine bogenförmige Holztür auf ein weites ländliches Gebiet. Das Auto rumpelt heftig über den Weg. Wegen meines schlechten Kontrastsehens fahre ich wie blind durch die Nacht, spüre aber, dass wir auf Privatgrund sind. Immer weiter. Bis es hell wird. Wir fahren einen Wiesenpfad entlang, gelangen an ein Häuschen dort. Der Weg endet – endgültig? Oje! Rechts auf dem Grundstück die Eigentümer. Ich schaue die Frau fragend an und sie sagt darauf: „Sie müssen zurück.“

Ich will wenden, doch da das Schattenrad an mein Fahrrad gekoppelt ist – ja, wir sind jetzt mit dem Rad unterwegs – kann ich nicht wenden; es ist zu eng. So schiebe ich das Fuhrwerk zurück, was schlecht geht, da das Schattenrad so nur schlecht die Spur hält. Zum Glück bietet bald ein kleiner Nebenweg die Möglichkeit, doch noch zu wenden.

Dann zurück auf dem Grundstück an der Holztür. Jetzt sehe ich, warum das Fahrzeug rumpelte und holperte: Einige Kunsthandwerkerinnen haben hier Decken ausgebreitet und darauf ihre Silberschmiedearbeiten präsentiert. Lauter kleiner Kostbarkeiten aus Silber und Edelsteinen. Auch jetzt kann ich nicht anders, als teils darüber hinweg zu fahren, da sich mir kein anderer Weg offenbaren mag. Das ist mir unangenehm. Eine der Silberschmiedinnen schimpft dann auch mit mir. Ich weiche nach links aus, aber auch dort sitzt eine Silberschmiedin vor ihren Arbeiten. Wenn auch geringer, so streife ich auch ihre Arbeiten mit den Reifen. Ich bin froh, als diese Fläche überquert ist und somit der Innenhof erreicht und die Holztür nahe. Dort aber, zuvor noch, kommt die Veranstalterin des Weges -. eine Frau mit blonden Haaren, nach der Menopause. Sie trägt ein Tablett mit Getränken. Freundlich gibt sie mir einen Wink, wo ich meinen Weg fortsetzen soll, ohne jemanden zu bedrängen. Das ist sehr nett, ihre entspannte Haltung und Freundlichkeit tun mir gut. Auffällig sind ihre Knöchel an den Innenseiten der Fußgelenke. Die Haut dort ist weiß und liegt wie ein Placken Schorf auf. Vermutlich heilende Verwundungen. Kann aber auch sein, dass diese Stellen arg beansprucht werden und die Frau diese Stellen deshalb immer besonders cremen muss. Ich frage mich, wodurch die Belastung an dieser doch mehr innen liegenden Stelle kommen kann.

Dann endlich verlasse ich das Gelände. Nun muss ich nur noch die richtige Hauptstraße finden!

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