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Räucherstäbchen ’Tea Rose’ in Flammen

Traum:
Ich will mal nach dem Rechten sehen. Der Wohnraum liegt, anders als real, ebenerdig. Auf meinem Schreibtisch brennt ein Räucherstäbchen ‘Tea Rose’. Es steht an dem Platz neben der Tastatur, wo sonst meine Traumkladde liegt.
Mit wenigen Schritten stehe ich davor. Na, das ist aber eine ziemlich große Flamme! Schnell drehe ich an dem kleinen Schräubchen des orientalisch anmutenden Messing-Öllämpchens und versuche die Flamme zu regulieren. Dabei suchen meine Augen unbeirrt nach der Holzzunge, die die Asche auffängt, ohne diese zu finden. Gleichzeitig erkenne ich das Öllämpchen, so dass diese Holzzunge gar nicht zu sehen sein kann! Aber die Erwartung des gewohnten Anblicks ist so groß, dass ich sie gegen jede Logik zu erkennen suche. Wie auch immer, die Flamme hat noch an Größe gewonnen! Mit Sorge bemerke ich das ausgelaufene Öl um das Lämpchen herum. Wie schnell kann es geschehen, und die Flamme am Räucherstäbchen springt auf die Ölpfützchen über. Noch gar nicht zu Ende gedacht, und schon geschehen! Eine große Flamme schlägt auf; hell, fast unsichtbar hell. Das lässt sich nicht mehr einfach so auspusten. Schnell los, einen Eimer Wasser oder eine Decke zum Löschen holen!

In einem nächsten Zimmer treffe ich auf zwei arbeitslose Jugendliche, die gerade an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilnehmen. In diesem Augenblick machen sie sich gerade an meinem Handy zu schaffen. Als ich das typische Einwahlgeräusch fürs Internet höre, greife ich ein: „Das lasst mal sein! Ich habe weder Flat noch günstigen Tarif oder so. Das wird zu teuer. Oki?!“ Den Jungs ist deutlich anzumerken, dass sie noch von einer Menge Blödsinn im Kopf angetrieben werden. Die werden sicherlich noch einiges ausprobieren.

Plötzlich ein starker Impuls! Diesem folgend, nehme ich das Gesicht des Problematischeren sanft in meine Hände, schaue ihm tief in die Augen und sage aus ganzem Herzen:
„Du hast es genau richtig gemacht!“
Dabei weiß ich, ehrlich gesagt, gar nicht, was ich damit überhaupt anspreche. Aber darum geht es wohl auch nicht. Seine Augen, sein Gesicht beginnen vor Glück und Freude zu leuchten. Es ist so, als habe diese unerwartet positive Bestätigung all das krause Zeug aus seinem Kopf gefegt. Das sichere Gefühl nun in mir, mich um diese Beiden nicht mehr sorgen zu müssen. Sie werden ihren Weg finden.

Heieiei, es ist 16:30h! Eigentlich hätte ich bereits um 15 Uhr am Arbeitsplatz im Bioladen sein müssen. Ich trete aus dem Haus – Seiteneingang am Haus der Älteren. Dunkelheit, warmes Abendlicht erhellt den Grünstreifen neben dem Haus. Ein Küchentisch steht vor der Hauswand. Eigentlich liegen dort meine Brillen, aber sie sind nicht da! Oje. Zum Suchen ist jetzt keine Zeit mehr. Okay, dann geht es auch mal ohne Brille. Zumal die Gläser eh nicht mehr für mich stimmen. Hm, ist das wirklich mal okay? Hm hm hm… joo okay, also los!

Im Bioladen = unterer Flur der Älteren. Hey, hier ist ja gar nichts los? Wie ungewöhnlich. Ich laufe rasch rüber in die andere Abteilung – Strickerei. Niemand da. Weiter hinten, fast im Lager, begegnet mir unerwartet eine neue Kollegin. Eigentlich erwartete ich, meine Chefin hier anzutreffen. Die neue Kollegin – schlank, groß, ernst, gewissenhaft – hat ihre honigblonden Haare ziemlich aufwendig hochgesteckt; mit einem lässig wirkenden Ergebnis. Sie sagt, die Chefin sei heute nicht da, denn sie nutze die Gelegenheit, sich mit ihrem Mann zu treffen. Ah ja, das ist verständlich; sie haben so selten Gelegenheit dazu. Was für ein Glück für mich, denn inzwischen ist es 17:30h. Meine Chefin hätte mich sicher zur Rede gestellt. Wahrscheinlich bin ich heute noch einmal davon gekommen.

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