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Mars

Eine astrologische Traumreise zum Mars vom 20. Juli 2001

Bei dem Wettkampf – ich wähle einen Wettlauf als Disziplin – habe ich einen muskulösen durchtrainierten Mann als Gegner, welcher schon schwitzend- aufgewärmt vor Ungeduld auf der Stelle läuft. Er ist weit größer als ich und sehr siegessicher. Bei diesem Gegner verliere ich schon im Voraus den Mut und mag schon gar nicht mehr mitlaufen. Ich als Gegnerin interessiere ihn gar nicht. Vermutlich merkt er, dass ich ihm nicht das Wasser reichen kann.

Der Mann, gegen den ich mich zur Wehr setzen muss ist sehr aggressiv. Ich traue mich kaum, mich zu Wehr zu setzen. Erst als es ums Überleben geht, schlage ich kräftig mit der Faust in sein Gesicht. Es fällt mir unheimlich schwer, mich dazu zu überwinden.

Das Zimmer von Mars befindet sich am Ende eines Ganges. Es ist ein recht kleines Zimmer. Gegenüber der Tür befindet sich ein großes bis zum Boden reichendes Fenster, welches das mittlere Drittel der Wand einnimmt. Zuerst sehe ich nur das und kann sonst nichts erkennen. Ich lasse meinen Blick dann schweifen und bin total enttäuscht darüber, dass dies das Zimmer von meinem Mars sein soll. Wie langweilig! An den Wänden stehen Regale – so wie bei Merkur – und ich kann kaum erkennen, was darin aufbewahrt wird. Es wirkt ziemlich verstaubt und unordentlich hier. Irgendwo liegt ein Pokal im Regal – achtlos hineingeschmissen und woanders ein Sportgerät – eine Hantel? – und überall Ordner und Zettelkram. Wo ist denn nur Mars? Er sollte doch da sein! Ich sehe ihn gar nicht! Ist er denn gar nicht da? Ah, ich entdecke ihn hinter dem Schreibtisch. Er ist so klein, dass er kaum dahinter zu entdecken ist. Klein und rund und ungepflegt; schwarze pomadige Haare und eine mafiosischen Schnauzer in einem runden, glänzenden Gesicht. Flegelhaft grinst er schadenfreudig, wobei er kaum einen Grund für soviel Arroganz haben dürfte, bei soviel Nichtsnutzigkeit. Er wirkt faul und desinteressiert. Der Raum von ihm ist mir unsympathisch und sein fettes Grinsen ebenso. Ich fühle mich total unwohl hier. Er ist ganz sicher nicht mein Freund. Trotzdem frage ich ihn, wie ich meine marsischen Energien besser entwickeln kann. Es interessiert ihn absolut nicht. „Das ist mir doch egal!“ , meint er und lümmelt sich weiterhin hinter seinem Schreibtisch. Es kümmert ihn einen Scheißdreck. Mir wird ganz übel davon, dass das mein Mars sein soll. Er denkt gar nicht daran, sich Gedanken über meine Durchsetzungskraft zu machen. Ich bin schon ein wenig enttäuscht. Was für ein unangenehmer Geselle!

Als Geschenkt holt er, ohne hinzublicken und wie abwesend, einige Messer aus einer Schublade. Diese haben wohl schon lange unbenutzt bei ihm herumgelegen, denn so sehen sie aus, ganz stumpf und matt. Er drückt sie mir gedankenlos in die Hand, so als wäre es ihm egal, was mit seinen Messern geschieht, denn er braucht sie offensichtlich nicht. Es fällt mir sehr schwer, mich bei ihm zu bedanken. Zum einen wegen der Enttäuschung und der Ablehnung, die ich für ihn empfinde, zum anderen wegen seiner Gleichgültigkeit, die er mir entgegenbringt.

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