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Bunte Bewerbung

Traum:
Im gemütlich-kleinen Eingangsbereich einer weitläufigen Bibliothek. Gediegene Atmosphäre, gedämpfte Unterhaltungen, Seriosität, Ernsthaftigkeit, warme Wollpullunder. Einige Leute – überwiegend Männer, alle im Seniorenalter – sind mit Lesen und Informationsaustausch beschäftigt. In diesen Minuten wird darüber gesprochen, welche Form Bewerbungen haben sollten. Vor meinen Augen ein Bewerbungsformular, das ich ausgefüllt hatte. Dieses Formular erinnert an eine Einkommenssteuererklärung. Teile davon hatte ich mit Buntstiften ausgefüllt. Ich schrieb mit gelben, orangen und roten Stiften. Manchmal schrieb ich jedes Wort in einer anderen Farbe, um einen farbenfrohen Farbverlauf zu erhalten, der schon beim Schreiben viel Freude bereitete. Und ich dachte mir dabei, dass meine Bewerbung sicher genauso vergnüglich gelesen wird. Als nun die seriösen Menschen im Raum fragen, ob Buntstiftschrift akzeptabel sei, da bin ich dagegen und sage amüsiert: „Nee, das ist nicht gut! Eine Buntstiftmine hat sich bereits nach einem Satz derart abgenutzt, dass keine klaren Buchstaben mehr geschrieben werden können.“ Allein aus dem Grund kommen Buntstifte nicht in Frage. Mir ist bewusst, dass sich meine Meinung und mein Handeln widersprechen, und ich habe damit auch das Gefühl, unehrlich zu sein, aber es ist ja wirklich beides wahr! Das ist ziemlich unangenehm.

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