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Halma und Höhlengleichnis

Traum:
Das Fenster neben meinem PC ist weit geöffnet. Frische Frühlingsluft weht herein, Leichtigkeit und Freude. Die Stimme des Älteren schallt herauf. Ich blicke aus dem Fenster hinab zur Hofeinfahrt. Am Straßenrand steht ein großer blauer Lkw. Die rückwärtige Plane beiseite geschlagen. In der Einfahrt ein Haufen Gerümpel. Darin entdeckte der Ältere ein ansehnliches Buch. „Das Höhlengleichnis von …’bekannter Dichter’ …“, ruft er mir zu.
Hey, wie interessant, das Höhlengleichnis von diesem Dichter neu aufbereitet. „Toll, das will ich sehen!!“, antworte ich und wende mich Aufräumarbeiten am Boden zu. Dabei nehme ich ein Halma-Spiel wahr. Ein Spielbrett aus massivem Holz mit schönen bunten Holzfiguren. Im Spielbrett lauter runde Vertiefungen: die Spielfelder. Ach so! Jetzt verstehe ich erst! Der Ältere erzählte nämlich vorhin etwas von einem Halma-Spiel und erwähnte die vielen Löcher, die von handwerklichem Geschick und liebevoller Verarbeitung erzählen. Er entdeckte das Spiel auch dort unten im Gerümpel!

Moina fragt neugierig: „Was hat er gesagt? Was ist das?“ Sie geht zum Fenster, um nach unten zu schauen. Nein, das ist zu gefährlich! Die Fensteröffnung ist so niedrig angebracht. Ja, jetzt wo ich hinsehe, erkenne ich erst, wie niedrig! Sie könnte sich zu weit hinauslehnen und stürzen. Doch Moina entgleitet meinem Einfluss, sitzt schon außen auf dem Fenstersims und lässt sich langsam rutschen. Oh nein, ein Sturz aus dem zweiten Stock wäre schrecklich! Ich will zupacken, sie zurückziehen, fühle mich aber wie gelähmt! Ich sehe ihr sonnengelbes Sommerkleidchen, vielleicht könnte ich sie im letzten Moment daran fassen. Jedoch fürchte ich, sie würde aus dem Kleid herausrutschen. Der Gedanke, dass es bereits in diesem Augenblick für alles zu spät ist, macht mich absolut handlungsunfähig. Es ist furchtbar und…

…ich wache auf.

Notiz:
Das Buch „Das Höhlengleichnis“ ähnelt äußerlich stark dem Buch „Worpswede intern – Drucksachen aus hundert Jahren“, dem ich gestern einen sichtbaren Platz im Licht bereitet habe. Es lädt zum Anschauen ein.

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