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Abrechnung im Dunkel

Traum:
Wir haben eine neue Wohnung bezogen. Es sind helle Räume mit vielen Fenstern. Etwas chaotisch ist es (noch). Wir erwarten das Vermieter-Ehepaar und ich denke, wir sollten vorher für etwas Ordnung sorgen.

In der Küche: unsere neue Kücheneinrichtung hat noch nicht ihren Platz gefunden. Ein Teil der Unterschränke hat an der Oberseite noch keine Abdeckung. So sehe ich im Schrankinnern die versenkte Brotschneidemaschine und Krümel. Krümel! Ein Wasserkocher. Deckel auf und: Kalk! Und ein Wasserrest! Es war uns nicht bewusst, dass wir eine, wenn auch nur kurzfristig gebrauchte Küche gekauft haben. Na, nicht schlimm, denn sie ist neuwertig.

Schnell zurück in den Loft, zu Mike und Moina. „Kommt, räumt mal mit auf!“

Unser Vermieter sitzt schon am Küchentisch, als ich zurückkomme. Während ich eintrete, schaltet er das Licht aus, denn er möchte jetzt mit mir abrechnen. Der Vermieter ist mein Friseur und hatte mir zuvor die Haare geschnitten. Ein Freundschaftsdienst. Damit die Abrechnung niemandem unangenehm ist, macht er eben das Licht aus. Zahlungswillig hole ich mein Portemonnaie hervor und sage verständnisvoll: „Na, so eine private Abrechnung ist doch etwas anderes als im Salon, wo beiden Seiten von vornherein klar ist, welcher Preis genommen oder gezahlt werden wird. So unter Freunden kann es schon mal peinlich berühren, Geld vom anderen zu nehmen, gell.“ Darauf reagiert er nicht, so als seien meine Gedanken völlig abwegig.

Das Licht geht an. Der Vermieter greift zum Radio, das neben seiner Schulter auf der Lehne der Küchenbank steht, und schaltet es ein. Anfangs denke ich, einen Live-Sportbericht zu hören. Der Vermieter fragt, ob ich das Stück kenne. Ich höre genauer hin, um seine Frage zu beantworten, und stelle fest: Es läuft ein von ihm ausgewähltes Hörspiel. Ah ja, interessant. Ich kenne es noch nicht.

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