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Glaszellen im Zelt und anderes

Traum vom 30. Oktober 2009

Im abendlichen Dunkel haben wir das Zelt errichtet. Ein Zelt aus grauen Planen; groß, man kann bequem drin stehen. Wir wollen ein paar Tage hier campieren. An unserem Zelt schließt sich direkt ein weiteres Zelt an – eine Tatsache, die mir nicht bemerkenswert erscheint.

Ich entdecke etwas ganz Wunderbares: zu unserem Zelt gehören drei Zellen aus satiniertem Glass. Sie lassen sich beliebig kombiniert anordnen. Ja, sie haben – immer wenn ich sie neu anordne und betrachte – genau die passende Form, um in alle Schrägen zu passen. Gerade sind die Glaszellen so platziert, dass ein schmaler Gang noch bleibt, auf dem man die Zellen umgehen kann; auch von hinten, dort wo das zweite Zelt angrenzt. Das gefällt mir, dieser Gang vor der trennenden Zeltwand – ich glaube, das verstärkt noch die erwünschte Abgrenzung zur Nachbarschaft.

Inzwischen ist ein Cowboy mit seinem Kind hinzu gekommen, denn sie werden hier zelten. Eine Sache, die ich einfach nur registriere und als ganz selbstverständlich erlebe. Nebenher beschäftigen mich die Zellen… eigentlich reichen ja zwei davon. Hach, ich stelle es mir so wunderschön vor, mich nachher in einer dieser Zellen aufzuhalten. Das ist sicher total gemütlich und entspannend, ganz ruhig und mit sich allein. Mir fällt ein, es gibt noch eine geräumige Küche hier im Zelt. Allerdings… in Anbetracht der Zellen: da braucht man die Küche ja gar nicht mehr! So denke ich zufrieden und voller Glück.

Ein Zimmer mit Wänden, die mit stetig wechselnden Rauten-Kniestrumpfmuster tapeziert sind. Immer wieder neu. Ich weiß, dass es ein Ghanaer, der dafür sorgt. Ganz klar ist, dass er diesen mechanischen Tapetenwechsel zur Kontaktaufnahme verwendet.

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Ganz früh am Morgen in Grasberg. Wörpedorfer Straße in Richtung Kreuzung, zu Fuß unterwegs. Eine Frau, rechts an meiner Seite. Eine weitere Frau kommt des Weges; eine Ortsunkundige. Wir helfen ihr weiter. Wenngleich auch ich nicht ganz sicher bin, in welcher Richtung nun Bornheim liegt – vermutlich mehr im Mittelpunkt von Grasberg. Wir alle zusammen gehen die Speckmannstraße entlang in Richtung Ortskern. Mit einem Male wird die Frau an meiner Seite ganz merkwürdig nachdenklich, so als wäre ihr etwas in den Sinn gekommen. So als sei etwas nicht in Ordnung und sie hat es erst jetzt bemerkt. Vielleicht stimmte einfach die Richtung nicht. Sie murmelt mir zu: „Zurück, zurück!“ Ohne ein Wort an die Ortsunkundige kehren wir um. Die Frau an meiner Seite mit höchst nachdenklich gesenktem Kopf, einen Zeigefinger über die Oberlippe gelegt.

Anmerkung:
Im Traum bin ich sowas von begeistert über diese wunderbaren Glaszellen – im Wachen ist das gar nicht nachzuvollziehen. Ich fühlte mich im Traum allerdings reich beschenkt. So wunderbar, weil die Anordnung zu verändern ist, und dabei trotzdem alles passt.

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