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Lernrucksack und andere Winzigkeiten

Traum:
Die Aktion geht zu Ende. Es kann alles eingeräumt werden. Die Gäste werden bald gehen. Auf einem Tisch liegt ein Haufen sauberes Besteck. Mit beiden Händen greife ich zu, sortiere es bereits während des Aufnehmens zwischen den Fingern nach Messer, Gabel, Löffel. So kann ich es schnell in die Schublade einordnen.

Auch der Flohmarkt in den Räumen geht zu Ende. Nicht ein einziges Teil der Kinderklamotten habe ich verkaufen können! Auf Knien am Boden sitzend, lege ich die kleinen Kleidungsstücke ordentlich zusammen und überlege: Macht es überhaupt noch Sinn, alles wegzupacken und zu verwahren? Werde ich jemals ein Teil davon loswerden können? Überlegung: ich könnte jedes Teil für 50 Cent statt dem allgemein üblichen 1 Euro verkaufen. Okay, vielleicht arg wenig. 80 Cent, na gut, 90 Cent wäre immer noch günstiger. Ich würde große Preisschilder gestalten, um darauf aufmerksam zu machen. Ja, ich stelle mir vor, wie ich ganz viel verkaufe.

In einer Ecke werden schöne Dinge angeboten. Beispielsweise ganz winzige Babyschühchen aus warmrotem, ganz weichem Leder. Ich nehme ein Paar davon aus dem kleinen Karton. Welche Größe die wohl haben? Ein Zettelchen auf der Schuhsohle gibt Antwort: 6 Tage
Mein Enkeltochter ist einige Wochen alt. 6 bis 20 Tage, so sagt die Angabe auf der Schuhsohle. Wie schade, dass ich diese Schühchen nicht schon entdeckt habe, als diese ihr noch gepasst hätten.

Aber da, ein Karton voller winziger Rucksäckchen. Sie sind alle aus dem gleichen Canvasstoff gearbeitet: cremeweißer Grund mit kleinen quadratischen Rahmen in Dunkelblau und Weinrot wie mit feinen Pinselstrichen gezogen. Ein Zettel erklärt: Es ist ein Lernrucksack für die ganz Kleinen. So können sie bereits im Babyalter das Anlegen und Tragen eines Rucksackes üben. Der Rucksack ist auf die Anatomie kleiner Babys abgestimmt. Na, das ist doch ein schönes Geschenk! Ganz langsam erinnere ich mich daran, dass ich selbst diese Rucksäckchen fertigte. Erstaunlich, wie sorgfältig und fachgerecht sie genäht wurden.

Im Abseits der Küche der Älteren. Ich hocke vor einer offenen Schranktür, die einer Kühlschranktür gleicht und die indirekt beleuchtet ist. Das untere Fach in der Tür ist mit winzigem Geburtstagszubehör gefüllt – es läuft fast über! Da sind kleine Kerzenhalter, die man in einen Kuchen stecken kann – bleu, rosa, pastellgelb und –grün, perlmuttschimmernd. Weiter schwirren unzählige kleine Haarspangen in eben genannten Farben darin herum. So viel Vorrat! Nun beginnt es tatsächlich über die Kante zu rinnen. Ich versuche den Lauf der Dinge aufzuhalten, versuche mit den Fingerspitzen ganz vorsichtig alles zurückzugeben und zu verteilen – vergeblich. Die Ältere bevorratet zu viel.

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