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Krankensaal mit Großküche im Supermarkt

Traum:
… betrete einen Supermarkt. Der Weg in Richtung Sortiment ist nicht eindeutig erkennbar. Hier ein Flur; eine Angestellte wischt den Boden. Ich könnte an ihr vorbeigehen, müsste wohl etwas drängeln. Kurz entschlossen gehe ich nach rechts in einen Flur ab. Von der Annahme ausgehend, dieser Weg führe mich in den Verkaufsbereich. Doch nein, der leicht kurvige Flur mündet in die Personal-Toilettenräume. Wie unangenehm; ich fühle mich als Eindringling wider Willen, kehre schnell um und folge dem ursprünglichen Weg und gelange so auch in eine große Abteilung. Jedoch stehen entlang der linken Seite, dicht an dicht, eine Reihe von Krankenhausbetten – ein Krankensaal also. Kranke mit unterschiedlichsten Gebrechen liegen auf den Betten. Ihre sprachlosen Blicke folgen mir gleichmütig. Dieser Anblick löst Betroffenheit aus, die noch dadurch verstärkt wird, dass ich mich nah an den Fußenden der Betten vorbeischiebe. Es ist nämlich total eng hier! Gleich rechts von mir befindet sich die Großküche; ohne eingrenzende Wände. Die Kranken blicken also direkt in die Küche, die mit wolkigem Küchendunst, Speisegerüchen und dem Lärm von klapperndem Geschirr gefüllt ist. Einerseits eine interessante Sache, denn die Kranken haben einen guten Einblick in die Abläufe. Aber wie sollen sie sich hier erholen können? Ich selbst fühle mich in dieser Situation derart überfordert, dass ich kaum mehr klar schauen kann! Hilflosigkeit und Ratlosigkeit. Mechanisch tragen mich die Füße weiter und ich habe das Bedürfnis, diesen bedrückenden Bereich zu verlassen. Etwas ferner meine ich auch den Kassenbereich des Supermarktes zu sehen. Aber das hat an Bedeutung verloren. Ich habe nicht vor, mich mit einem Kauf hier aufzuhalten. So gleitet alles an mir vorbei, ohne dass es greifbar wäre.

Ich trete nach draußen, verspüre eine gewisse Erleichterung, und schaue zurück:
Es ist das Großelternhaus!!!
Das ist so unerwartet – es ist kaum zu glauben! Zwar ähnelt das Großelternhaus eher der großelterlichen Scheune, aber das ist in diesem Moment ohne Bedeutung. Das kleine Scheunentor steht weit offen und ich bin total verblüfft, im Scheuneninnern verborgen den PLUS-Supermarkt zu entdecken. Deutlich sehe ich die orange und blauen Streifen mit dem schwarzen Schriftzug.

Notiz:
Gestern ewig im Internet gesucht, ob sich die Reha auch ambulant machen lässt. Es war eine frustrierende und bedrückende Suche nach Informationen (gleichzeitig eine erneute Konfrontation mit der Erkrankung). Am Ende war mir immer noch nicht klar, welche Möglichkeiten ich habe und was wirklich gut für mich ist. Also: nächste Woche die Sozialstation im KH aufsuchen und um Beratung bitten.

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