Home » Traumtagebuch » Gewitter und Käsekuchenfliesen

Gewitter und Käsekuchenfliesen

Traum:
Garageneinfahrt neben dem Haus der Älteren. Nacht. Das immer wieder grell zuckende Geäst eines nahen Gewitters erhellt den Himmel zwischen Haus und Garage. Manchmal scheint ein Wort neben den Blitzen aufzuleuchten: *strahl*
Wilma steht rechts neben mir. Wir beide müssen mit dem Fahrrad los. Ich muss zur Arbeit fahren. Vielleicht kann der Ältere uns mit dem Auto fahren? Ich schaue hinauf zu den Wohnzimmer-Fenstern in der ersten Etage, die um 90° entgegen dem Uhrzeigersinn verlagert sind. In den gelb-lichten Fensterquadraten sehe ich den Kopfschatten der Älteren wie einen Scherenschnitt entlangstreifen – von links nach rechts. Sie erzählt ganz unbekümmert von irgendwas. Mit gepresster Stimme versuche ich hervorzubringen, dass wir in den Ort radeln müssen, obwohl das Gewitter hier ist. Aber ich kann meiner Stimme keinen Laut geben. In mir macht sich Sprachlosigkeit breit. Ich hatte wohl nicht erwartet, dass die Älteren so gar nicht in Sorge um uns sind.

Donnerstag. Nachmittag. In Moinas Zimmer. Ich bin unter Zeitdruck, müsste eigentlich schon längst am Arbeitsplatz sein. Die Älteren sind gekommen; kümmern sich um Moina, während ich nicht da bin. Mir ist das Chaos im Kinderzimmer etwas unangenehm, weshalb ich es beiläufig zu bereinigen suche. Ich lege drei Kleidungsstücke aufeinander und eigentlich liegt gar nicht mehr rum. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen und das Gefühl des Unaufgeräumten. Immer noch hoffe ich darauf, dass die Älteren beschließen, dass ich heute nicht mehr arbeiten fahren soll. Aber sie denken gar nicht daran. In mir ein Drang, ein Druck, ein Zurückhalten. Ich überlege, alle Arbeiten am Freitag zu erledigen. Aber das ist natürlich Blödsinn, weil die Zeit am Freitag dafür natürlich nicht reicht.

Nun ist Moina auch noch davon gesprungen. Ich gehe einen nicht existierenden Flur in unserer Wohnung entlang. Links liegen die üblichen (unwirklichen) Wohnräume. Nach rechts führt ein Gang in unbekanntes Terrain. Der Fußboden dort ist mit Käsekuchen gefliest. Ich möchte nicht, dass Moina dort entlang läuft. Sicherlich würde ein Teil des Käsekuchens an ihren Fußsohlen haften bleiben. Dann gäbe es noch mehr Unordnung.

Notiz:
Das Traum-Ich kann nicht selbst-bewusst handeln und ist nicht fähig, gezielte Entscheidungen zu treffen, weil es an Bewusstheit fehlt.

Tags: