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Ferienhaus in der Sonne

Traum:
Seit einigen Tagen halte ich mich im Ferienhaus auf, das auf dem Grund der Älteren steht. Es ist Hochsommer, der Himmel klar, die Sonne scheint ohne Unterlass – wunderbar warm ist es, bis weit in die Nacht hinein. Leicht bekleidet genieße ich die Wärme auf der Haut und beginne mit Umräumarbeiten im Haus. Ein paar Gäste sind heute nämlich ausgezogen und so habe ich das Haus allein für mich und meine Familie. Die Wohnung geht über zwei Ebenen – Erde und erste Etage. Ich rücke das Eckteil einer Couchgarnitur an den Küchentisch, ein Sesselteil hinzu. Ich weiß jetzt schon, dass Mike das gar nicht gefallen wird – uäh, Couchgarnitur!! Sieht auch nicht gut aus, aber mir gefällt die Idee, dass er sich dort zwischendurch mal hinlegen und ein Nickerchen machen kann. Wie auch immer, ich bin mit Freude und Unbeschwertheit bei der Sache. Bemerke nebenbei die großen Fenster, durch die das warme Nachtdunkel dringt.

Ich schaue gar nicht richtig hin; am Küchentisch sitzt eine Frau, die mit bleich-nüchterner Stimme schildert, wie ihr die veränderte Möblierung gefällt: „Ich finde es besser, nun hier am Küchentisch zu sitzen. Dort hinten, am anderen Küchentisch, wurde so viel gequatscht; langweiliges Zeug geredet.“
Na toll, die einzige, die vorhin am Küchentisch dort drüben redete, das war nämlich ich! Da hätte sie mir doch sofort Einhalt gebieten sollen, wenn es sie stört. Naja.

Irgendwann ist auch die Frau am Küchentisch aus der Wohnung raus. Ich werde die Nutzung der Räume ändern. Dabei habe ich ein phantastisches Feriengefühl – innere Freiheit, leichter warmer Wind auf der Haut, Unbeschwertheit.

Jede Etage hat einen Kühlschrank. Als ich ins Erdgeschoss komme, sehe ich mit Schrecken, dass die Kühlschranktür offen steht. Das Licht brennt, also läuft der Kühlschrank. Oje, das taut ja alles auf da drin! Beim Näherkommen sehe ich erleichtert: Der Kühlschrank ist leer. Gut, dann werde ich jetzt die Verantwortung dafür übernehmen. Kurz werfe ich einen Blick auf den Zettel im Kühlschrank, der den Hinweis enthält, dass 4 die richtige Einstellung zum Kühlen ist. Wunderbar, dann ist ja alles richtig und ich werde ihn nachher befüllen. Obwohl… schlauer ist es wohl, den Kühlschrank in der ersten Etage zu nutzen, da dieser etwas höher steht und man so einen besseren Einblick hat, was einen besseren Überblick gewährleistet. Ja, so will ich es machen. Hier unten kommen die Vorräte rein, und oben alles fürs Frühstück. Wie wunderbar, alles nach Belieben nutzen zu können. Eine köstliche Freude ist in mir.

Erste Etage, Bad. Während die Feriengäste sich im Zimmer nebenan aufhalten, sitze ich auf der Toilette – genauer gesagt, sitze ich mit heruntergelassenen Höschen auf dem Badewannerand und halte den Po über den Abfluss. Herrlich, diese Ruhe hier. Rückzug ist doch etwas sehr Schönes, denke ich. Auf dem Holzbänkchen an der gegenüberliegenden Wand liegen einige Stapel mit sonnengelben, flauschigen Handtüchern. Obendrauf getürmt einige Rollen Toilettenpapier. Ja, es ist wirklich alles da, was man so braucht. Mein Wohlbefinden ist unbeschreiblich.

Erdgeschoss; eine Nische im Wohnbereich. Dort hocken zwei Männer am Boden. Ich geselle mich dazu und beteilige mich bald an ihrem Gespräch. Hartmut – er heißt ausdrücklich Hartmut! – erwähnte seinen Neptun im neunten Haus; vielleicht auch nahe am MC. Ah jaja, dazu fällt mir einiges ein! Kein Wunder, dass er sich von den Gefühlen anderer immer wieder überwältigt fühlt, diese oft für die eigenen hält und sich überhaupt zu sehr öffnet. Ganz klar, dass er sich dementsprechend vereinnahmt fühlt. Seine Grenzen sind viel zu durchlässig. All das teile ich ihm mit, und beide Männer – auch der andere Mann hat seinen Neptun in 9 – nicken bestätigend und verblüfft. Sie fühlen sich rundum verstanden. Na, in aller Ruhe könnte ich da noch viel mehr erzählen. Hier und jetzt ist es mir genug, schließlich will ich mich nicht aufdrängen. Hartmut blättert in einem marineblauen Prospekt mit weißer Schrift. Es ist eine kleine Schifffahrtsbroschüre, die er seinerzeit von der Schifffahrtsgesellschaft erhielt, als er dort beschäftigt war. Die Geburtsdaten wurden damals automatisch den Unterlagen beigefügt. Oh gut! Ja, aber er vermutet, dass die Geburtszeit nicht dazu gehört. Nein, seine Geburtszeit kann er nicht benennen. Ach nein, ohne Geburtszeit können wir die ganze Angelegenheit gleich bleiben lassen. Das macht nur wenig Sinn; und das bei all dem Aufwand, nein. Der andere Mann, links von mir, der die ganze Zeit kaum etwas sagte, nickt ganz stille und macht den Eindruck, als könne er seine Geburtsdaten inklusive Geburtszeit problemlos besorgen. Das fände ich toll, dann würde ich das Neptun-Thema noch weiter ausführen – ganz persönlich auf ihn abgestimmt. Obwohl sich bei mir inzwischen etwas Verwirrung einstellte, denn ich überlege, ob ich wirklich etwas zum Neptun-Thema gesagt hatte, oder ob es nicht doch eher Mond-Themen waren? Eieiei, bringe ich da wieder etwas durcheinander?

Weiter rechts im Wohnbereich, auf dem Couchtisch, steht mein Laptop. Auf dem Monitor laufen drei Vorschaufilme in kleinen Playern. Der Film ganz links im Player wird zur Zeit gerade abgespielt – im Hintergurund. Das ist an der Uhrzeit zu erkennen, die zurückläuft. Ah je, blöd, das ist der Unterwasser-Thriller mit dem U-Boot! Mike und ich hatten ihn gemeinsam zu Ende sehen wollen. So kriegen wir ja gar nichts davon mit. Mit dem Finger berühre ich den Touchscreen. Eher versuchsweise, denn ich bin gar nicht sicher… Tatsächlich, es funktioniert: der Film lässt sich anhalten. Supi.

Status:
9/25+5
Abends früher groggy als üblich. Dennoch Einschlafprobleme; so viel „Licht im Innern“, dass ich nur schwer Ruhe finde. Unkonzentriert -> etwas vergesslicher als eh schon (oder liegt es an Neptun?)

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