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Saftladen

Traum:
Als ich nach einiger Zeit in den Bioladen zurückkehre, komme ich ins Staunen. In den ersten Sekunden bemerkte ich es noch nicht einmal, aber nun. Sämtliche Regale sind mit Hipp-Säften gefüllt. Überwiegend mit den kleinen 200ml Fläschchen, aber teils auch 500ml Flaschen. Oups! Die junge Verkäuferin an der Kasse lächelt mir freundlich und offen zu. „Das ist ja neu hier!“, rufe ich ihr verwundert zu. Sie nickt vergnügt. Ich überlege, ob es sich lohnt, ausschließlich Babysäfte zu verkaufen. Auf der anderen Seite… in den Hochhäusern ringsum leben viele Familien mit vielen kleinen Kindern. Vielleicht ist da doch ein Geschäft zu machen. Mich wundert, dass ich die Hochhäuser nie bemerkt hatte, während ich noch selbst hier, im Bioladen, arbeitete! Eigentlich hätte ich diese doch sehen müssen, jedes Mal, wenn ich zur Feierabendzeit den Bioladen verließ? Ich sehe mich vor dem inneren Auge, wie ich mit meiner Korbtasche, aus der ein Frotteetuch herauslugt, über die Straße gehe, und auf dem Fußweg vor dem Hochhaus mich auf den Heimweg mache. Okay, am Abend war ich sicherlich müde und erschöpft, und in Gedanken versunken – zu mir selbst zurückfinden, nach all dem Kundentrubel. Das werden die Gründe dafür sein, dass ich das Hochhaus direkt vor der Tür nie bemerkt hatte. Ob die Menschen im Hochhaus aber mich gesehen haben? Schließlich bin ich dort fast jeden Tag hin und her gegangen. Plötzlich in mir das unangenehme Gefühl, dass ich gesehen und somit für einige Menschen nachvollziehbar wurde, wie ich meine Tage verbringe, ohne dass ich es bemerkt hätte.

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