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Augenprothese

Traum:
Ex-Küche. Ich halte meine Augenprothese in den Händen. Es ist die leibhaftige Augenpartie – aus meinem Gesicht genommen. Mein Blick ist gelassen, nur manchmal schlage ich die Augen nieder. Dieses Gesichtsteil fühlt sich angenehm warm und lebendig in meinen Händen an. So kann ich diesen Bereich meines Gesichts einmal richtig aus der Nähe und in natura betrachten. Erstaunlich und angenehm überraschend ist, dass meine Haut viel jünger aussieht, als es im Spiegel den Anschein hat. Bei dieser Gelegenheit kann ich auch gleich mal meine Haut um die Augen herum eincremen. Während ich anfangs denke, dass es so leichter geht, weil ich die Augenpartie in den Händen halte, stellt sich heraus, dass es etwas ungewohnt ist, die Creme nicht direkt im Gesicht zu verteilen, sondern nur auf diesen Gesichtsausschnitt. Ich fühle mich etwas ungeschickt. Zack, da ist schon Creme in die Augen gelangt. Ich drehe das Augenteil herum, wische die Creme vom Innengewebe und verteile den Rest. Denke dabei mit unangenehmen Gefühl, dass es sicherlich in den Augen brennen wird, wenn ich die Prothese wieder anlege. So halte ich sie unter fließendes Wasser. Mike wird diese Prothese sicherlich auch auf diese Weise pflegen. Mit einem Geschirrtuch tupfe ich mein Gesichtsteil vorsichtig trocken. Als ich die Prothese nun anlegen will, spüre ich einen unangenehmen Widerstand in mir, so als erwarte mich damit Unangenehmes. Das ist aber überhaupt nicht so. Noch während ich es integriere, wird es mir so, als sei es etwas Eigenes. Es brennt nichts, es stört nicht – es ist richtig gut. Ich sehe wie mit eigenen Augen!

Notiz:
Gestern etwas sorgenvoll an die in Aussicht gestellten Augenoperationen gedacht.

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