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Drei Freudenmädchen in der Nacht

Worpswede
Traum:
Nacht. Am Rande einer Festwiese. Nach dem Rummel. Alles liegt still. Daneben liegt die U-Bahn-Haltestelle. Ich laufe hin, um die wartende Bahn zu erreichen. Wenige Schritte zuvor spricht mich ein Mann an. Vermutlich ein Schausteller. Er ist kleiner als ich, nervt und beunruhigt mich; er versucht mit mir anzubändeln. Das will ich nicht! Ich will in die Bahn einsteigen und dabei sicher gehen, dass er mir nicht nachsteigt! Allein die Vorstellung, er könne mir in die Bahn folgen, bereitet mir leise Furcht. Im Hintergrund bemerke ich einen alten Wohn-/Bauwagen. Im geöffneten Seiteneinstieg stehen drei Freudenmädchen. Wahrscheinlich kennen sie den Mann und ich stelle ihnen in der Not eine Frage: „Welchen Lebensstatus hat er?“ Damit meine ich, ob er verheiratet ist oder nicht. Einen Augenblick lang glaube ich, ein verheirateter Mann sei weniger gefährlich. Wie auch immer, die Frauen brechen auf meine Frage hin in verhaltenes Gelächter aus. Sie amüsieren sich hinter vorbehaltenden Händen. Ja klar, das war aber auch eine blödsinnige Frage… sicherlich ist er verheiratet. Mir wird ganz unwohl und ich überlege: Es sind nur zwei oder drei Schritte bis zum Bahnsteigrand, dann noch ein großer Schritt in die Bahn hinein. Schaffe ich das, und kann ich ihn dabei abhängen? Es kostet Überwindung, aber wenn ich weiterkommen will, bleibt mir keine Wahl. So gehe ich los. Während ich durch die Tür gehe, fordere ich mit angstvoll schwacher Stimme: „Türen schließen!“ Und, es ist wie ein Wunder, die Türen schließen sich tatsächlich! Der Aufdringliche bleibt draußen! Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen. Hui, war das knapp. Aber wirklich gut fühle ich mich auch jetzt noch nicht.

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