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Meergrünes Puppenkleid und Verrückt-Tür

Traum:
Im Kindergarten – einem fremden. Die Kindergärtnerin, sie ist die Bäckermeisterin, verteilt kleine Puppen an die Kinder. Diese Puppen steckten in einem Pappschächtelchen, derer nun viele leer herumliegen. Da ein paar Puppen übrig blieben, überließ mir die Bäckermeisterin auch eines. Das Original-Kleid, das sie trug, gefiel mir nicht so gut. Da ich ein hübscheres Puppenkleid gesehen hatte, zog ich ihr das Original-Kleid aus. Nun aber finde ich das schöne, das so herrlich meergrüne und schuppig glitzernde Kleidchen nicht mehr. So sehr ich auch im Wühltisch krame, den Inhalt hin und her schichte. Anfangs will ich kaum glauben, dass das gesuchte Kleid wirklich nicht mehr da ist.

Ganz leise gehe ich zurück in den Gruppenraum – vielleicht liegt dort das Kleid? Unauffällig schleiche ich am Regal entlang, darauf bedacht, von Moina nicht bemerkt zu werden, die dann sicher gleich nach Hause wollte. Moina spielt ganz versunken und zufrieden. Die anderen Kinder schauen mich neugierig mit großen Augen an – ich fühle mich erkannt. Hier ist das Kleid auch nicht. Ganz leise, denn auch die Bäckermeisterin soll mich keinesfalls bemerken – es ist unerwünscht, ohne besonderem Grund unangemeldet zu erscheinen – trete ich durch die Eingangstür hinaus. Absolut geräuschlos ziehe ich die große hölzerne Verrückt-Tür hinter mir zu. Spüre dabei den wuchtigen Türgriff in meiner Hand. Es ist fast wie ein Wunder, dass diese schwere Tür nicht das leiseste Geräusch von sich gibt, und doch ist es so. Ich bin raus – der Morgen dämmert. Ich spüre Freies und Weite.

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