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Die weiße Kathedrale

Traum vom 1. November 2009

Fahre bei Mike im Auto mit. Theodor-Heuss-Allee – Schlachthof in Richtung Hauptbahnhof Seiteneingang. Halbdunkel. Ein Teilstück der Straße – eben dem, auf dem wir fahren – wurde großräumig abgesperrt. Viele große Feuerwehrfahrzeuge auf der einen Seite, befestigte Absperrungen in Richtung Gustav-Deetjen-Allee. Mitten auf der Strecke – auf dem Freimarktsplatz – eine Mannschaft Feuerwehrmänner in altertümlichen Taucheranzügen aus schokobraunem Drillich. Vor ihnen steht der Feuerwehrhauptwachtmeister und gibt Kommandos in scharfem Ton. Andere Männer rollen lange Bahnen aus klarsichtiger Haftfolie zu riesigen Ballen zur Entsorgung zusammen. Einer der Verkehrsteilnehmer beschwert sich über die Behinderungen durch diese Feuerwehrübung. Mike war in Richtung „Schlachthof“ gefahren, will nun aber wenden. Anfangs sieht es so aus, als reiche der Platz nicht. So setzt er noch weiter vor, fast aus dem Sperrgebiet heraus, so dass ich kurz fürchte, wir könnten nun im Aus landen. Dann gelingt die Wende doch noch und es geht wieder Richtung Hauptbahnhof. Währenddessen höre ich hinter uns den Feuerwehrhauptwachmeister den Verkehrsteilnehmern zubrüllen: „Aber wenn die Kathedrale in Flammen aufgeht, dann gibt’s auch Gebrüll!!“
Nun erst verstehe ich! Diese ganze Übung dient dem Erhalt dieser Kathedrale, die wohl in Feuergefahr ist. Ich sehe sie vor meinem inneren Auge: eine weiße Kathedrale, ganz klein wie eine Dorfkapelle, schlank und zierlich aufstrebend. Diese ist von einer Energie umgeben, die an ein Einhorn denken lässt. Ein ganz besonderes Gefühl geht mit dieser Erkenntnis einher. Dann hat Mike einen Parkplatz erreicht. Allerdings ist es ehe ein Fahrradparkplatz. Mike hält das offenbar für unwichtig, setzt das Auto dorthin. Der abschließbare Absperrbügel ist zu Boden geklappt, so dass Parken möglich ist. Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, wenn wir hier halten. Viel Möglichkeiten gibt es im Sperrgebiet ja eh nicht.

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